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von Jadoran
14.07.2016 07:23
Forum: Projekte & Entwürfe
Thema: Der verschollene Ritter kommt zurück!
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Re: Der verschollene Ritter kommt zurück!

da die Gruppe des öfteren geäußert hat, gerne mal richtig finster spielen zu dürfen
Bist Du Dir sicher, dass Du weißt, was die damit meinen? Soll es so richtig gritty werden? Mit den Gräuel des Krieges, geschändeten Frauen, aufgespießten Babies etc., die Helden aber weiterhin brav das Gute verkörpern und sich dagegen stemmen? Wollen sie selber einfach mal so richtig die Sau rauslassen, nach Herzenslust Arschloch sein? Oder wollen sie selbst nur etwas "realistischer" handeln, den gefühlten Helferkomplex abschütteln, und nur ihr Leben riskieren, wenn es sie auch wirklich was angeht?
Das sind so völlig unterschiedliche Richtungen... Vor diesem Hintergrund:
Dieser Spieler hat jetzt auf einen Schelm gewechselt.
Bist. Du. Des. Wahnsinns? :wink: Ein Schelm hat bei "Richtig Finster" nichts verloren. Mord, Totschlag, Folter, Vergewaltigung und anderes Elend ist eben nicht lustig.
von Jadoran
28.06.2016 17:14
Forum: Projekte & Entwürfe
Thema: Der verschollene Ritter kommt zurück!
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Re: Der verschollene Ritter kommt zurück!

Man muss erst mal selber satisfaktionsfähig sein und der Gegner ebenbürtig.

Also eine Kampferfahrene Rondrageweihte kann nicht einfach den bekannten Philosophen mit Rückenleiden fordern. Der kann dann einfach spöttisch ablehnen. Ebenso zum Beispiel eine Mutter von mehreren kleinen Kindern etc. Da gibt es eine Latte von Gründen.

Der Forderungsgrund muss auch passen. Klar kann man durch wüste Beleidigungen etc. ein Duell provozieren, aber aufs dritte Blut muss meist von der örtlichen Rondrakirche oder dem Herrscher genehmigt un überwacht werden, damit es nciht in eine wilde Fehde ausartet oder als Mordanschlag gewertet wird (und in eine Fehde ausratet). Und Herrscher sagen auch schon mal aus rein politischen Gründen 'NöWeilNö!'. Die Rondrakirche achtet normalerweise sehr auf das 'Ebenbürtige'.
(Bei der Provokation kann man auch das Pech haben, dass die ganze Familie des Ziels das für eine Fehdeansage verwertet und man keinen Zweikampf sondern einen Krieg bekommt.)

"Fremde Ausländer" haben es schwerer, zu fordern. Rondrageweihte noch am "leichtesten", aber für die gelten natürlich die Duellregeln (incl der Verhältnismässigkeit und dem Tolerieren von 'zufälligen Toden') auch in voller Härte.
Wenn wer als "professioneller Duellant" verschrien ist, dann kann seine Forderung einfach abgelehnt werden, wobei "die Gesellschaft" das dann beurteilt und ggf. als Feigheit einstuft.

Duellforderungen können übrigens fast immer abgelehnt werden - auch wenn das Schande bringt.
Wenn der Golgarit sich keiner Schuld bewußt ist, kann er also eine Forderung der Rondrageweihten auch erst einmal ablehnen. "Wenn ihr mir Beweise für eure Anwürfe bringt, stelle ich mich gern Rondras Urteil. Aber auf einen blossen Anwurf hin verbietet mir die Ordensregel den überflüssigen Kampf!" Notfalls muss er dann nur schwören, sich keiner Schuld bewußt zu sein. :devil:

Die Helden - insbesondere der Golgarit - werden die ganze Zeit lang dauf warten, dass sich die Feinde als 'Böse' enttarnen, Ich würde beide daher streng Lawful-Good spielen, das ist ihr bester Schutz. Und nur das zwingt den Helden, sich (spielerwunschgemäß) seiner Vergangenheit zu stellen, als einfach die abzumurksen, die ihn daran erinnern wollen :)
von Jadoran
28.06.2016 08:26
Forum: Projekte & Entwürfe
Thema: Der verschollene Ritter kommt zurück!
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Re: Der verschollene Ritter kommt zurück!

Die einzige eingermassen funktionierende Möglichkeit, die ich kenne, einen Feind lange an einem Helden dran kleben zu haben, ist ihn

- nicht gegen die Helden kämpfen zu lassen (Helden verlieren statistisch gesehen so entsetzlich selten Kämpfe)
- keine Verbrechen begehen zu lassen, wegen derer die Helden ihnen gegenüber einfach zur Gewalt greifen dürfen.

Lass sie den Helden zunächst gesellschaftlich angreifen - und zwar ihn. Keine "Sippenhaft" mit den anderen Helden. Der eventuell sogar stimmende Vorwurf, er habe seinen Knappen, ihren Bruder, auf dem Gewissen, der jetzt als unerlöste Seele an einem unbekannten Ort herumschwirrt, ist für einen Ritter und Borongeweihten schon ein richtiger SO-Killer.
Im Tunier könnte die Kriegerische gegen ihn antreten, da gibt es auch die Möglichkeit für sie zu gewinnen, ohne ihn gleich töten zu dürfen oder dass er sie loswerden kann. Feind(20) hat richtig viel GP gebracht...

Die Schwestern unterschiedlich zu gestalten ist eine gute Idee.

Ich wäre aber viel gemeiner: Ich würde die eine zur rondratreuen Kriegerin machen, vielleicht sogar jungen Rondrageweihten, brennend beseelt von dem Wunsch, ihren Bruder zu erlösen und Leuten wie ihm zu helfen. Für sie ist der Held der Inbegriff des 'Judge Dredd', der er im Endstadiums seines Wahnsinns vielleicht sogar tatsächlich war, und sie will ihren Bruder rondagefällig rächen, ohne dabei zur Mörderin zu werden.

Die andere ist die von Rahja, Travia und Tsa gesegnete. Sie hat den [Wichtigen Adligen] geheiratet, hat schon drei süsse kleine Kinder, und ihre Familie und ihre Untertanen beten den Boden an, über den sie schwebt. Sie ist voller Güte und Liebe, und die einizge Person, die sie hasst, ist der 'Mörder' ihres Bruders. Für den Bruder wird auf ihrem Adligengut an seinem noch leeren, auf ihn wartenden Grab jeden Monat eine Messe gelesen und sie hat schon viel Geld ausgegeben, um ihren Bruder zu finden. Für sie steht die Suche nach Erlösung des Geistes und Körpers ihres Bruders im Vordergrund, weniger die Rache. Wer aber so einen 'Engel' zum Feind hat, dem wird auf manch anderem Adelshaus und gar Tempel die Gastfreundschaft mit dürren Worten verweigert oder nur zähneknirschend auf 'gesetzlichem Minimum' gewährt.

Solche Gegner kann ein Held nicht einfach totschlagen (das ist schliesslich Plan A der meisten Spieler) - die wird er durch Taten überzeugen müssen. "Siegen" kann er dann erst, wenn sie ihm verzeihen. Die Feinde eines Helden zu Verbrechern zu stempeln, macht es den Spielern zu leicht.
von Jadoran
20.06.2016 20:38
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Thema: Der verschollene Ritter kommt zurück!
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Re: Der verschollene Ritter kommt zurück!

Man bekommt wahrscheinlich einen neuen Namen - am Alten hängt zu viel. Aber das ist nur meine Meinung...
Ich denke mal, die Familie weiss Bescheid, hat das vielleicht auch unterstützt. Allerdings gehörte er nicht wirklich zur Familie, und im Zuge seines Verrücktwerdens verlor er auch einige Freunde. Verrückte sagen (und machen) oftmals sehr verletztende Sachen, und auch, wenn man das 'versteht' (Er ist halt verrückt), führt es trotzdem zu Ablehnung.

Ich könnte mir vorstellen, dass er da auf ein oder zwei trifft, die sagen: "Wie schön für dich, dass Du ein neues Leben hast und dich an nichts erinnerst. Setz Dich. Nimm Dir'n Keks. DU ****!" (Es sollten allerdings keine Feindschaften sein (da er ja keine GP dafür bekommen hat) sondern lediglich Ablehnung.)
Ein weiterer könnte ihn an ein altes Versprechen erinnern, das ein zulösen noch aussteht. Z.B. den Geist seines alten Knappen erlösen, der auf irgendeinem Kampfplatz für ihn sein Leben gab.
Wenn ein 20 GP Feind da ist, dann würde ich ihm die beiden SO 10 Geschwister des Knappen auf den Hals hetzen, die der Meinung sind, er habe ihren Bruder damals verraten/hängenlassen. Die können ihm auf dem Turnier als ehrenvolle, eigentlich (und auch dem Publikum) sehr symphatische junge Kriegerinnen entgegen treten, die nichts Unrechtes tun, aber ihm das Leben zur Hölle machen.
Und sie sind nur sehr schwer im Laufe des Abenteuers zu überzeugen, dass der Ritter nichts Falsches gemacht hat. oder hat er in seinem beginnenden Wahnsinn etwa doch Freund nicht von Feind unterscheiden können...? Er wird sich seiner Vergangenheit stellen müssen...