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von Jadoran
03.03.2016 09:30
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Thema: [Al'Anfa] Spelunke: Tor zur Freiheit
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Dagios Tisch → Tür

Das hatte er sich so gedacht. Aber immerhin die Velvenya war kein reiner Küstenbummler, die hohe See war ihr also nicht fremd. Um Capitana Querida von der Schattenschwinge sollte man zwar angeblich derzeit einen Bogen machen, wenn einem die eigene Offizierskarriere am Herzen lag, aber das war eher ein Kompliment als das Gegenteil. Kapitäne, die den Wünschen ihrer Grandenfinanziers zu sklavisch folgten, fuhren meist in ihr Unglück. Und Granden reagierten schnell beleidigt und mit harter Hand. Er entscheidet sich.
Nun gut – ich denke, Du bist geeignet, Anakena. Ich biete Dir eine Heuer als Vollmatrosin an. Wenn das Dir zusagt, dann finde Dich morgen auf der Schwarzen Renata ein und melde Dich beim Bootsmann, damit er dich einschwört.“ Die piccola Grandessa wird sich halt auf dich einstellen müssen, vielleicht ist das eine neue und heilsame Erfahrung für sie.
Dagio lächelt und wendet sich dann an seine Begleiterinnen. „Es dürfte ungefähr halb neun sein, und es wäre unhöflich, seine Gäste warten zu lassen. Ich hoffe, dass unser Passagier sich dort auch einfindet – eingeladen ist sie. Wenn ihr mir bitte folgen wollt?“ Er lächelt Tessa am Tresen zum Abschied zu, die das erwidert, dann leitet er den Aufbruch ein.
von Jadoran
02.03.2016 00:23
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Thema: [Al'Anfa] Spelunke: Tor zur Freiheit
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Dagios Tisch

Bootsfrau? Sie macht nicht den Eindruck einer Aufschneiderin oder gar Lügnerin, aber sie sieht auch nicht aus wie jemand, der einem widerspenstigen Matrosen dreißig auf die Jacke zählt oder eine Meuterei mit ein paar Fausthieben im Keim erstickt. Und die Disziplin ist auf allen größeren Schiffen gleich strikt, egal ob bei unseren, den Puderquasten oder den Bornländern. Auf kleinen Schiffen, Thalukken und Zedrakken mag es anders sein, wo zuweilen Familienverbände die Mannschaft bilden...
Gut, sie soll jetzt ja nicht den Kettenhund geben, und die kleine Grandessa braucht sicher eher eine Freundin, die sie an die Hand nimmt, als einen Zornbrechter, der sie anbellt.
Er wechselt zurück ins Brabaci, allein schon aus Höflichkeit den Damen am Tisch gegenüber. „Danke, ich habe zuwenig Übung. Die junge Frau gehört zu einer wichtigen Familie. Auf welchen Schiffen hast Du denn bereits gesegelt, Anakena?“ Und wenn Du keine Kanutepku bist – was bist Du dann? Eine Darna oder Haipu sicher nicht. So klein gewachsen sind eigentlich nur die Flossleute und ein paar Inselstämme weit draußen. Bevor ich Dir die piccola grandessa anvertraue muss ich mehr wissen – denn wenn wir ohne sie zurückkomme, dann brauche ich schon eine sehr gute Erklärung, egal wer schuld ist.
Er schaut sich um. Es wird langsam Zeit zu gehen, und die Aufmerksamkeit unter dem einfachen Schiffsvolk braucht er auch nicht wirklich. Es ändern sich viele Dinge, wenn man auf einmal Kapitän ist.
von Jadoran
01.03.2016 07:53
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Dagios Tisch
Dagio mustert die furchtlose Toccamayuc eingehend – und zwar eindeutig nicht ihre weiblichen Reize, sondern ihren Blick, ihre Haltung und die Hände. Es betrachtet auch aufmerksam ihre Luolas, aber ob ihm die wirklich was sagen, ist so einfach nicht zu erkennen.
Dann spricht er in leidlichem Toccamayuc Dialekt – die Sprachmelodie ist deutlich besser als die Wortwahl, obwohl ihm melodische Dialekte mehr zu liegen scheinen als das kehlige und harte Toccamayuc mit seinen Schnalzlauten: „Anakena. Die Leute sagen, Du bist stark und mutig. Wenn ein Schamane der Darna in der Geisterwelt wandelt, dann gibt eine Kriegerin auf seinen Körper acht, die sie 'Hand Leitet Auge in den Wolken' nennen. Ich brauche jemanden, der auf einen Passagier aufpasst. Sie ist jung und unerfahren in der Seefahrt und, wie man mir sagt, den Dingen, die die Männer betreffen, aber sehr klug und weiß viele Tayas. Es darf ihr nichts geschehen. Ein Schiff bei starkem Wind ist für Landratten gefährlicher als mancher Kampf, und sie ist keine Früchte gewohnt, die sie nicht essen darf. Gefragt ist nicht so sehr Deine Waffe, sondern Dein Verstand und deine Hände. Du musst ihr beibringen dass man nach dem Essen von Malomis auch einen Tag später keinen Rum trinken darf. Wie man sich an Bord bewegt, wenn der Launenhafte das Schiff wiegt. Du musst sie beschützen und unter Deck bringen, auch wenn Nakahi Te Moana (Seeschlange) sich zeigt oder Wheke Nui (Krake) seine Arme über die Bordwand schiebt. Traust Du Dir das zu?
von Jadoran
29.02.2016 22:29
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An Dagios Tisch

"Gut, dann schauen wir mal, was sie selbst davon hält." Dagio versucht, Blickkontakt herzustellen und winkt, so das gelingt, Anakena dann heran.
von Jadoran
29.02.2016 09:41
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Dagios Tisch

Dagio schüttelt den Kopf. "Tut mir leid, Signorina. Ich habe euch in dieses Dre... diese Spelunke geschleppt, damit ihr einen Vorgeschmack bekommt auf das was wir an Orten wie Charypso und Sylla erleben werden. Seht es als Teil eurer Ausbildung. Unser Besprechungsort hingegen wird keine Gefahr für eure Tugend darstellen. Haltet die Augen offen, dann werdet ihr schnell erkennen, warum ich gerade diesen Ort gewählt habe." Sie ist doch ein Grandenspross. Da schreckt sie die Vorstellung, mitansehen zu müssen, wie Leute für Geld ihren Körper feilbieten? Wo sie bei jedem Familienfest sehen kann, wie sich ein Cousin oder Cousine eine Sklavin oder Sklaven schnappt und in die Büsche schleift? Also Ernsthaft, die ist ja wirklich behütet aufgewachsen! Und dann schickt man sie natürlich mir... Dagio, Du bist wirklich ein Glückspilz
von Jadoran
29.02.2016 09:07
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Dagio nickt erfreut. „Dann bleibt hier noch eines zu tun.“ Er schaut in die Damenrunde. „Wir werden einen wichtigen Passagier haben, der dem Vernehmen nach wenig Erfahrung auf See hat, und die unbeschadet zurück zu bringen eine unbedingt einzuhaltende Bedingung ist. Daher suche ich nach einer geeigneten Beschützerin an Land und See, und ich hatte den Eindruck, die dass die kleine Floßfrau da vorne ideal wäre. Sie soll sich gestern angeblich einem deutlich überlegenem Gegner gestellt haben, um einen anderen Toccamayuc zu beschützen. Was haltet ihr davon? Meint ihr, sie hat genug Mut und Erfahrung?“ Seine Frage richtet sich offensichtlich mehr an die welterfahrenen Damen, denn die Geschützmeisterin schaut rautlos und sucht dann mit den Augen panisch die Gäste ab, um die Genannte wieder zu finden. Nach kurzen Blick hat sie immerhin die richtige gefunden - ein schlechtes Gedächtnis hat sie also offenbar zumindest nicht. Dann aber schaut auch sie gespannt zu Anjesha und Consuela.

[OT: Der Suchscheinwerferblick kann Anakena natürlich auffallen]
von Jadoran
28.02.2016 21:43
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An Dagios Tisch

Dagio nickt. „In der Tat.“ Gladio und Mago grinsen erleichtert und nicken der Offizierin – besonders als sie den Nachnamen hören, der zusammen mit der Qualität der Kleidung Bände spricht – respektvoll zu. „Unsere Verehrung Signorina. Danke Capitan.“ Dagio hebt die Becher. „Nun dann Freunde – möge Aves uns wieder zusammen führen – ich hatte nie bessere Rudergänger.“ Man stößt miteinander an, Tsabella etwas unsicher ob der für sie ungewohnten Entspanntheit im Umgang mit einfachen oder vielleicht doch nicht so einfachen Matrosen, aber das Gefühl der Kameradschaft erkennend. Aber Gladio und Mago haben auch den Wink verstanden und erheben sich, nachdem die Becher geleert sind. „Wenn ihr uns entschuldigt, Capitan, Signorina Ulfhardt“ „Calimar-Ulffhardt.“ Es rutscht ihr raus, hastig, so als wolle sie vermeiden, hinterher als Hochstaplerin da zu stehen. Gladio stellt schon wieder seinen Charme an. „Ich bitte um Verzeihung, Signorina.“ Er wendet sich an seinen Capitan. „Noch einmal Danke für alles, Capitan. Leider erwartet uns der Commandante gegen neun. Ich wünsche Ihnen allzeit gute Fahrt und eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!“ Er und Mago salutieren. Dann verbeugt sich Gladio noch einmal vor Anjesha. „Auch von euch muss ich mich leider verabschieden. Es war mir ein großes Vergnügen, euch kennenzulernen, Bella Donna, und ich würde mich glücklich schätzen, wenn sich unsere Wege noch einmal kreuzen würden.“ Seine Augen strahlen sie an, und es schwingt keinerlei Zweideutigkeit darin mit. Mago tippt noch einmal gegen seine Mütze, dann verlassen die beiden den Schankraum.
Signorina Ulffhardt schaut ihn überrascht an. "Ihr seid den beiden nicht böse? Wo sie euch zwei Tage vor dem Auslaufen von der Fahne gehen?" Dagio schüttelt den Kopf. "Mitnichten, Signorina. Sie hatten noch nicht den Eid geleistet, und vor allem haben sie zusammen mit dem Bootsmann für passenden Ersatz gesorgt. Da gibt es nichts übel zu nehmen. Es sind freie Männer, und Bootsmann zu werden ist nicht leicht." Unpraktisch war es natürlich schon. Mit einem fast komplett neuen Offizierskorps und dann auch noch frischen Rudergängern? Mal sehen was sich da fand, aber.... wenigstens kannte er das Schiff. Tsabella mochte grün sein wie eine unreife Tomate, aber sie hatte Mut und Charakter. Auf die würde er sich schon verlassen können.

Dagio wendet sich nun Anjesha zu, die ja bereits am Tisch sitzt. War also der alte Gladio mal wieder erfolgreich gewesen. Er muss schmunzeln, aber das paßt zu seinem freundlichen Gesichtsausdruck. „Eine Medica könnten wir an Bord der Schwarzen Renata auf jeden Fall gebrauchen, und nach Rücksprache mit unserem Gönner“, die Geschützmeisterin wird tiefrot, „denke ich, ich werde euch auch ein faires Angebot unterbreiten können, all derweil natürlich nicht so großzügig, wie Signorina Consuela es mir aus den Rippen geschnitten hat. Die Details möchte ich allerdings ungerne hier im offenen Schankraum diskutieren. Ich habe ab der neunten Stunde einen Raum mit Kartentisch im 'Kronprinzessin Aldare' gemietet, dort können wir diskreter über Einzelheiten sprechen. Da wir noch eine Reihe Offiziere brauchen, gibt es dort auch eine erste Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Seid ihr damit einverstanden?
von Jadoran
26.02.2016 20:37
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Thema: [Al'Anfa] Spelunke: Tor zur Freiheit
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An der Theke

Cora lacht und zeigt dabei perlweisse Zähne. "Du kennst keinen Spargel? Noch nie ein Gemüsebeet gesehen? Ist ne grüne Sprosse, lang und dünn, und sieht ungefähr aus wie das, was Dein Freund gerne...“ Sie zwinkert und stellt Anakena einen Becher mit dem hin, was in der Schenke als Wein verkauft wird. "Eintopf oder Braten, dazu Brot. Braten dauert noch ein bischen, der dreht noch am Spiess. Was solls werden?"
von Jadoran
26.02.2016 18:24
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Cora, die gerade zur Theke zurückkommt, lächelt. Saft? Was für Saft denn? Wir haben hier Wein, Bier und Rum. Und was die Spargelstange da angeht: Nein – die ist nur sehr stolz. Und zum ersten Mal in so einer Spelunke.“ Sie richtet mit dem Rücken zum Schankraum kurz ihr Mieder und verstaut dabei das eingenommene Trinkgeld. Dem Wirt scheint die Bezeichnung nicht recht zu schmecken, aber er sagt nichts, vielleicht weil es nun mal die Wahrheit ist, oder auch weil die hübsche Schankmaid zu seinen Zugpferden gehört, die auch anderswo leicht eine Stelle finden könnte. Oder er hat auch einfach nur Humor.
von Jadoran
26.02.2016 17:28
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An Dagios Tisch

Dagio grinst. "Auf einem Schiff bleibt nichts geheim. Aber das muss ich alten Hasen wie euch ja nicht erzählen. Nehmt Platz!" Er nickt zu seiner Offizierin. "Wenn ich vorstellen darf, Signorina. Gladione Martano und Mago Rynas, erfahrene Rudergänger. Meine Geschützmeisterin, Tsabella Calimar Ulffhardt."
von Jadoran
26.02.2016 17:10
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An Dagios Tisch
Der Capitan lächelt. "Habs schon gehört. Glückwunsch! Und die Kleider stehen euch gut!" Als die Tocamayuc ihn anspricht hebt er die Hand und sagt zu ihr gerichtet durchaus freundlich. "Ich kümmere mich gerne gleich darum, junge Frau. Aber im Moment bin ich im Gespräch mit meinen Freunden."
von Jadoran
26.02.2016 16:50
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Der Wirt tippt sich freundlich an die Schläfenlocke. „Travia zum Gruße, kleine Tocca.“ Sein Ton ist spürbar herzlicher als bei Dagio, dem er wohl trotz des kumpelhaften Tones etwas reserviert gegenüber steht. „Der Capitan sitzt da vorne, neben der Frau in der neuen Uniform.“ Er senkt die Stimme etwas. „Sei höflich zu ihr, die kommt aus einer wichtigen Familie und trägt die Nase hoch.
von Jadoran
26.02.2016 16:35
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Von draußen komm ich her

Als die Dunkelheit herein bricht, öffnet sich die Tür zur Kneipe, und zusammen mit einem kräftigen Windstoß betritt Capitan Dagio den Raum. Er ist gekleidet wie am letzten Abend, allerdings wurde der Mantel gereinigt und an den Brandstellen sind von kundiger Hand ein paar Ausbesserungen vorgenommen worden. Auch das Hemd ist frisch gewaschen. Das ist aber kein Vergleich zu der jungen Dame, die hinter ihm die Schenke betritt – beim zweiten Hingucken ist schon noch klar, dass das schlacksige, kaum von der Sonne berührte Ding eine junge Frau ist. Alles an ihr ist neu. Ihre Offiziersuniform – den Abzeichen nach ist sie Geschützmeisterin – ist ganz eindeutig frisch vom Schneider, einem besseren zudem als den, der Dagios Mantel gefertigt hat, und hat frische Bügelfalten. Ihre plissierte Seidenbluse ist rein weiß. Ihr Rapier – deutlich wertvoller als das ihres Kapitäns – funkelt und blitzt. Ihre Schuhe sind frisch geputzt. Ihre Haut ist weiß wie Milch und ihre vor Verlegenheit und Unsicherheit geröteten Wangen bilden ein zartes Rosa.

Wirt Miguel betrachtet das ungleiche Paar und grinst. „Na – wen schleppst Du denn heute an, alter Korsar?“ Er dreht den Kopf zu Tessa hin, die gerade ein Tablett mit Bechern balanciert. „He Tessa – dein Galan von gestern hat schon 'ne Neue!“ Dagio zwinkert Tessa zu, und die lässt die Provokation selbstbewusst an sich abperlen. „Schau genau hin Padrone – das ist nicht seine Braut, sondern seine Offizierin.Außerdem kann dieser flachbrüstige Grünschnabel niemals mit mir mithalten. Die übt doch noch zuhause heimlich mit 'ner Gurke!
Dagio nickt. „Gut erkannt, Carissima. Nein, Miguel, ich wollte meiner neuen Geschützmeisterin nur mal zeigen, wie es so in Charypso zugehen kann.
Der Wirt braucht eine Sekunde, um die Beleidigung zu entdecken, grinst dann aber breit, vor allem, als Dagio wieder ein Goldstück rüberwirft. Er deutet eine spöttische Verneigung an und zieht einen nicht vorhandenen Hut. „Gerne diene ich dem glorreichen Imperium bei der Ausbildung seiner Offiziere, oh allerdurchlauchtigste Exzellenz.“ Dagio grinst spitzbübisch, während die Verspottete nicht umhin kann, die Nase zu rümpfen und sich unsicher umzusehen, was ihr belustigtes Publikum einbringt. „Rum, Brot und Braten, Capitano?“ „In der Tat.“ Die beiden nehmen sich einen freien Tisch, wobei einer der Matrosen dem Frischling ein Bein stellt, so dass sie stolpernd beinahe das Gleichgewicht verliert. Gelächter erklingt, als sie sich mit hochrotem Kopf umdreht und den Seemann – ein kräftiger Raufbold von knapp doppeltem Gewicht - zur Rede stellen will. „Is' was, Schätzchen?“ „Wen nennst Du hier Schätzchen, Du ungehobelter Kerl?“ Sie sieht aus wie ein zorniges Lamm. Der Seemann will sich erheben, aber ein Kumpel neben ihm hält ihn fest. „Übertreibs nicht Chulio – ihr Capitan legt dich sonst ohne mit der Wimper zu zucken um.“ Der Seebär schaut zu Dagiomar, der keine drei Schritte entfernt am Tisch wartet und scheinbar gleichmütig die Szene betrachtet. Ein weiterer Kumpan nickt. „Lausiger Fechter, aber der schießt Dir auf zehn Schritt 'nen Loch in die Stirn. Ausserdem hat der Kerl des Fuchses Glück gepachtet.“ Der Seebär lässt seinen Blick über die Bewaffnung des Capitans gleiten und entscheidet sich, dass er seinen Spaß gehabt hat. Eine Entschuldigung kommt ihm nicht über die Lippen, aber er dreht sich wieder um und greift sich seinen Becher. „Ach was, das Plättbrett mit den zwei Erbsen drauf ist den Ärger nicht wert.“ Die Erboste ringt mit sich, aber als ihr Vorgesetzter sie mit einem Kopfnicken zum Setzen auffordert, gibt sie sich einen Ruck und nimmt ihm gegenüber Platz. „Capitan, wie könnt ihr nur eine solche Respektlosigkeit...“ Eine Schankmaid kommt an den Tisch und stellt schon einmal eine Flasche und zwei Becher hin. Dagio hält sie am Ärmel zurück. „Zwei Lektionen gleich zu Anfang, Senorita Ulffhardt. Sucht euch euren Kampf selbst aus und lasst ihn euch nicht aufdrängen. Und akzeptiert in einem noblen Etablissement wie diesem nie eine geöffnete Flasche.“ Er lächelt die Schankmaid an. „Cora, Du weißt das besser.“ Diese grinst. Dagio schnippt ihr, wie gestern Tessa, ein Silberstück in das bereitwillig als Ziel dargebotene Dekolletee, was Signorina Ulffhardt mit einem peinlich berührten Stirnrunzeln quittiert, Cora aber mit einem Knicks beantwortet. „Aber natürlich, Capitan.“ Sie wird mit einem Klaps verabschiedet und übergibt an der Theke an Tessa, die eine – diesmal noch verschlossene - Flasche bringt.
von Jadoran
25.02.2016 10:09
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Der fidele Tisch

Dieser Tisch zeigt ebenfalls Auflösungserscheinungen. Der Rudergänger hat sich wieder gesetzt und trinkt gerade seinen Becher leer. Als sich der Betrunkene den Hut vom Tisch angelt nickt er ihm nur zu. Ein Paärchen scheint sich ganz offensichtlich die Miete für das Zimmer sparen zu wollen und nimmt gerade die notwendigen textilen Anpassungen vor, alkoholbedingt etwas ungeschickt, dafür aber gut gelaunt. Ein Matrose liegt mit dem Kopf auf dem Tisch und schnarcht. Das zweite Paärchen winkt der nächsten Schankmagd zu, offenbar wollen sie zumindest den Zimmerpreis erfragen.
von Jadoran
24.02.2016 16:47
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Thema: [Al'Anfa] Spelunke: Tor zur Freiheit
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Manatas Kammer

Oben in der Kammer bietet sich ein auf den ersten Blick friedliches Bild. Matana liegt mit über der Brust gefalteten Händen auf dem Bett. Auf ihren Augen liegen zwei Oreal, genug für eine Arme-Leute-Beerdigung. Allerdings sind die Oreal blutig.
Ihr Geldbeutel und ihre Waffe fehlen. Am Fensterrahmen ist mit Blut ein kleiner Zinken gezeichnet worden, der Miguel das Praiosrad schlagen läßt. Mit diesem Bruderschaftszeichen treibt man keine Scherze, und wenn Matana wirklich mit einem von denen Ärger hatte, dann ist sie noch gut weg gekommen.
Schnell nimmt er einen Lappen, taucht ihn in das Wasser der kleinen Waschschüssel und verreibt das Zeichen. Sowas kann einem die Kundschaft vertreiben. Wer stirbt, bezahlt. Boron sei ihr gnädig.

edit: typos
von Jadoran
23.02.2016 22:55
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Einer gegen alle an der Theke

Akivi und der Betrunkene sind vergessen - der Kerl mit den beiden Klingen ist deutlich gefährlicher, das regisitriert Pugio instinktiv. Normalerweise würden sie so jemanden einkreisen und von hinten abstechen, aber das geht nicht, da die feigen Ratten abgehauen sind und ihn hier allein gelassen haben! Er knurrt. "Der Kerl hat meine Capa auf dem Gewissen! Halt Dich da raus!" Er ist aber nicht so blöd zu glauben, dass das geschehen wird und weicht vorsichtig zurück in Richtung Tür.
So er nicht aufgehalten wird, drückt er sich dann raus und gibt Fersengeld - nicht ohne Akivi und sonderbarerweise auch Anakena - die er wahrscheinlich für seine Frau oder Freundin hält, einen hasserfüllten Blick zuzuwerfen. 'Eure Gesichter merke ich mir, wir sehen uns wieder' ist die klare Ansage.
von Jadoran
23.02.2016 18:18
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Draussen:
Corvo zögert kurz, als die beiden auftauchen. Aber als klar wird, dass sie das Hasenpanier ergreifen, läßt er sie laufen. Matana war was Persönliches, die beiden da kennt er nicht einmal.
Was in der Schenke vorgeht scheint ihn jetzt nicht groß zu interessieren. Dort sind keine Freunde von ihm drin, und wenn der letzte von Matanas Kumpels ausrastet und die Klinge zieht - gegen wen auch immer - dann wird er eh nicht weit kommen. Jetzt wieder rein zu gehen - was soll das bringen? Miguel hat seinen Laden schon im Griff. Zu Consuela und eigentlich auch an Anjesha, die allerdings zu fix ist, gewandt sagt er: "Laßt uns gehen. Die kommen schon klar."
von Jadoran
23.02.2016 17:00
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Schlachtfeld an der Theke:

Jorge kann offenbar prophezeien. Jedenfalls zerrt er seinen verwundeten Kumpan am Arm. "Laß uns abhauen, solange wir noch können." Der zögert kurz, aber als der Wirt den Schlagstock weglegt und Ankha die Balestrina reicht, gibt auch er dem Drang in Richtung Tür nach.
Pugio nimmt das nicht wahr. Er ist ganz im taktischen Kampf gefangen und gönnt sich allenfalls noch einen halben Blick in Richtung Akivi, damit der ihm nicht entwischt, sobald er den Besoffenen hier erledigt hat. Soweit der Plan.
von Jadoran
23.02.2016 15:34
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Pugio steckt den Hieb, der einen Leichtmatrosen wahrscheinlich auf die Knie gebracht hätte, grunzend weg. "Dafür weide ich dich aus!" Er agiert behände und vorsichtiger als man es bei seiner Wut vermutet hätte. Ein schneller Hieb mit dem Entermesser geht in Richtung Waffenarm seines so unerwartet flinken Gegners. [AT gelungen, Ausweichen notwendig]
Die Stimmung in der Schenke kippt. Der Wirt hat bereits einen Belegnagel in der Hand, und der Matrose, der Anakena zum Trinken einlud, steht auf und verkündet. "Jetzts reichts mir aber. Kann man denn hier nicht in Ruhe saufen, ohne das ein Hundsfott zum Messer greift?"
von Jadoran
23.02.2016 15:11
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Schlachtfeld an der Theke

Pugio stiert ihn kurz an. "[Landwirtschaftlicher Ausdruck aus der Viehzucht]!" Normalerweise würde er wahrscheinlich mit der Faust zuschlagen, aber in dieser Faust befindet sich gerade ein Entermesser. Der Kerl will Blut sehen, und was sich im Weg zwischen ihm und seinem Ziel befindet, ist eben auch ein Ziel. Pugio macht keine weiteren Worte.
Der erste Hieb - ein sauberer Kehlenschlitzer - geht wegen schlechter Koordination daneben und fegt dem Betrunkenen nur den Dreispitz vom Kopf. [AT fehlgeschlagen]. Die Absicht ist aber eindeutig, und der Wütende offenbar ein leidlich erfahrener Schlagetot, der weiss, wo sich bei seiner Waffe der Griff befindet.
von Jadoran
23.02.2016 09:21
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An der Theke

Warum Argumenten lauschen, wenn man statt dessen seinen Frust an jemand schwächerem und anscheinend unbewaffneten auslassen kann? Pugio reisst sich von Jorge los, der ihn zurück halten will und setzt sich mit Mord im Blick in Bewegung. "Du Schwein! Dafür wirst Du bluten!"
von Jadoran
23.02.2016 07:43
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Draussen
Ein frischer Windstoß fegt durch die Gasse, und der Bootsmann legt den Arm um sie. „Dann führt mich mal zu ihr. Ich bin noch nie vor einer Herausforderung zurück geschreckt.

An der Theke
Der an der Hand Verletzte, der eben kurz herunter kam, um eine Flasche Rum zu holen poltert mit kreidebleichem Gesicht wieder die Stiege herunter. „Jemand hat sie abgestochen als ich weg war!“ Pugio läuft rot an, fixiert Akivi und legt die Hand ans Entermesser. „Die miese kleine Ratte weide ich aus und erwürge ihn mit seinen eigenen Eingeweiden!“ Jorge hält ihn zurück. „Spinn nicht rum! Der war doch längst unten.“ Das sieht Pugio selbst durch den roten Dunst vor seinen Augen ein. Ersatzweise wendet er sich an den Überbringer der schlechten Nachricht. „Dann Du!“ Der weicht entsetzt zurück und hebt seine zerschossene rechte Flosse. „Wie denn? Mit meiner Linken?“ Pugio zögert, wendet sich dann wieder Akivi zu. Irgendein Ziel braucht er jetzt für seine Wut, und sein Vorrat an Selbstbeherrschung ist aufgebraucht. Der Waldmensch ist schön klein und wehrlos, der passt, irgendjemand muss ja schuld sein. „Der steckt sicher mit drin! Ich mach Dich fertig, Du verräterische kleine Ratte!!!“ Er zieht das Entermesser.
von Jadoran
22.02.2016 20:17
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Draussen
Corvo grinst. Er hat jetzt die Ruhe weg, ist ganz in seinem Element.
In einem Dorf oder auch einer ruhigen Kleinstadt würde man wahrscheinlich so einiges hören, aber Al'Anfa schläft nie und hält auch nie die Klappe – und Schreie gibt es keine. Corvo, Lucia und Consuela halten sich im Schatten der Häuser vor der schlecht erleuchteten Kneipe.
Es dauert vielleicht eine Viertelstunde, keinesfalls mehr, dann tauchen Paco, Mago, Batarde, Gladio und Anjesha aus der engen Seitengasse auf, die zum Kücheneingang der Schenke führt. Corvo mustert die glücklicherweise alle Unverletzten. „Gabs Probleme?“ Mago grinst breit. „Probleme? Der Heiler war fix weg. Dann hat sie den mit der verbundenen Hand auch noch runter geschickt, er solle ihr 'ne Buddel Rum besorgen. Kaum war er raus, sind wir rein. Ging schnell, aber nicht schmerzlos.“ Er grinst. „Ich schuldete ihr eigentlich noch dreißig, aber ich dachte mir, bevor ich da oben ne große Schweinerei anrichte...“ Corvo nickt etwas unbehaglich, ein Gesichtsausdruck, den er mit Paco teilt. Mago hat durchaus seine Fähigkeiten, aber leider auch ein paar... andere Eigenschaften. Aber da es offenbar glatt und ohne Aufsehen ging, ist ein Lob angebracht. „Gut gemacht.“ Sie stoßen alle die Fäuste aneinander. „Und nun ab durch die Mitte.“ „Warten wir nicht auf die anderen?“ Corvo grunzt. „Wozu jetzt noch? Oder waren die Typen damals dabei, Lucia?“ Die schüttelt den Kopf. „Nein – die, die dabei waren, würde ich jederzeit wiedererkennen.“ Sie scheint erleichtert, dass alles so glatt gegangen ist. Batarde schlägt ihr auf die Schulter. „Ahoy, bis morgen dann! Wir ziehen weiter.“ Die drei verabschieden sich, und Mago schließt sich ihnen an. Corvo schaut Consuela in die Augen. „Nun, was fangen wir mit dem angebrochenen Abend an?“
von Jadoran
22.02.2016 20:02
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Am Fidelen Tisch
Der Mann schaut Anakena etwas ratlos an, dann geht ihm auf, dass sie ihn wahrscheinlich einfach nicht verstanden hat. Er klopft einladend neben sich auf dem Tisch – der Stuhl neben ihm ist gerade frei, weil die junge Dame sich bei ihrem Nachbarn auf den Schoss gesetzt hat. „Trink nen Schluck mit uns, kleine [grausamstes Tocamayuc] Das ist Dein Zeigefinger[Brabaki]. Du bist weit weg von Zuhause, nicht wahr?
von Jadoran
22.02.2016 19:48
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Am nunmehr vewaisten Damentisch

„Da bist Du hier falsch, Kleine, hier gibt’s keine Senhores!“ Sie sieht auf den ersten Blick, dass in der fidelen Gruppe keine Magierinnen sind. Die beiden auf billige Art hübschen jungen Frauen, die sie von hinten dafür gehalten hat, sind ganz definitiv keine Magierinen.
Einer, seinen Tätowierungen und Oberarmen nach offenbar ein Rudergänger, tippt aber freundlich gegen seine Stirn. „Die sind gerade weg, [grausamstes Tocamayuc] Das ist Dein Zeigefinger[Brabaki], aber die Schwarze Renata liegt am Krummen Kai, zwischen der Tsaiane und der Sturmwind von Corrad, leicht zu erkennen. Gutes Schiff, gute Mannschaft. Ihr Capitan ist 'nen Glücksschwein.“ Die anderen halten für den Moment den Mund, offenbar ist er ihr Anführer. Er nickt ihr zu. „Am besten, Du schaust morgen vorbei.“ Er senkt die Stimme etwas. „Und an Deiner Stelle würde ich die nächsten zehn Minuten nicht rausgehen. Dicke Luft.“ Er zwinkert ihr zu.

Manatas Kammer

Es sieht tatsächlich übel aus. Die Kugel ist tief eingedrungen, und anders als bei einem Pfeil, muss man das verfluchte Bleistück erst einmal mit einer Sonde finden. Innere Blutungen hat sie natürlich auch - sie blutet wie ein angestochenes Schwein. Die Frau nimmt der Beissholz zwischen die Zähne und jammert erstaunlich wenig, als er loslegt.
von Jadoran
22.02.2016 10:03
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Thema: [Al'Anfa] Spelunke: Tor zur Freiheit
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Am Damentisch → Vor, hinter und auf der Kneipe

Corvo nickt, dann wendet er sich an Consuela und schüttelt den Kopf. „Gar nicht nötig. Wir machen das leise, und wir machen es draußen. Wir wollen keinen Ärger mit Miguel.“ Er dreht den Kopf zum Nebentisch. „Paco, Lucia, Batarde – seid ihr dabei?“ Die drei nicken und die noch recht junge Lucia, die ein Paradebeispiel dafür ist, was Dagio vorher Yvonja über Schönheit und Matrosenleben erzählte, liefert auch gleich den Grund dafür. „Von der Bande bin ich mal als Leichtmatrosin in einer Gasse eingekreist worden.“ Mehr muss sie nicht sagen. Corvo nickt, nunmehr ganz Bootsmann. „Wir machen das so: Mago und Paco klettern außen hoch. Gladio und Batarde warten am Kücheneingang, falls sie sich übers Dach davonmachen. Ich warte mit Consuela und Lucia vor der der Tür, falls sie vorne raus kommen. Wenn nicht anders nötig, zahlen wir's ihren Handlangern nur heim, aber Matana... Aber Finger weg vom Heiler, solange er sich nicht einmischt.“ Er erntet Nicken. Heiler braucht man selbst allzu oft. Obendrein gehört er zu den 'Kleinen Leuten', und sich an den Toccas zu vergreifen bringt Unglück, das weiss doch jeder Seemann.
Dann gehen Gladio und Batarde vor. Ein paar Augenblicke später, als auch ein paar andere Gäste die Schenke verlassen, gehen auch Mago und Paco.
Den beiden am Tresen fallen sie nicht auf, da diese mehr auf Hereinkommende achten. Schließlich gehen Corvo und Consuela Arm in Arm vor die Tür (OT: Anjesha lasse ich mal raus, da sie sicher selbst am besten weiß, was sie tun will).
von Jadoran
21.02.2016 21:48
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

Am Damentisch

Corvo knirscht mit den Zähnen. „Wir können nicht einfach anfangen, in der Kneipe rumzuballern. Wenn sich zwei junge Damen gegenseitig die Bluse aufschlitzen ist das eins, aber es muss nur ein Schuss fehlgehen und wir haben ein alle gegen alle. Und anders als in der Charyptik kann der Capitan hier nicht einfach mit zwanzig Mann reinmarschieren, er heißt schließlich nicht Zornbrecht.“ Er überlegt kurz. Mago grinst und kommt ihm zuvor. „Ich mach den Affen, Du bist zu schwer dafür. Lenkt ihr die beiden hier ab, Gladio deckt die Hintertür an der Küche, kommt dahin, wenn ihr hier fertig seid. Wir machen das sauber und leise.“ Corvo nickt. „Einverstanden.“ Er schaut zu Consuela. „Seid ihr dabei?“
Gadio zögert. „Was ist mit dem Kleinen?“ Mago zögert kurz. „Dem Heiler?“ „Aye.“ „Wenn er keinen Ärger macht, dann rühr ich ihn nicht an. Außerdem glaub ich nicht, dass der lange bleibt. Sieht mir nicht wie ein Peraineakolyth aus...“ „Wie willst Du das Zimmer finden?“ „Glaubst Du, ich hör den Unterschied zwischen einer, der 'ne Kugel rausgeschnitten wird, und einer, dies besorgt bekommt nicht mehr?“
Die Schankmaid kommt wieder die Stiege herunter. Der junge Bursche von eben will zum Tisch kommen, aber Cora schnappt sich die Flasche und kommt statt seiner. "Drittes Zimmer rechts" flüstert sie, ohne jemanden anzusehen.
von Jadoran
21.02.2016 17:22
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An der Theke → ins Obergeschoss

Die Verwundete schaut zu ihren Leuten. „Pugio und Jorge, ihr bleibt hier unten und haltet mir den Rücken frei! Gebt mir Bescheid, falls die Ratte ihren Alten weckt und der mit der halben Mannschaft hier aufschlägt!“ Der mit Pugio Angeredete nickt zwar, lacht aber auch. „So wie der gerannt ist?“ „Idiot! Der ist immer nur so weit gelaufen, bis er nachgespannt hatte. Und er rannte in Richtung Hafen! Also haltet verdammt noch mal die Augen auf!“ Pugios Zuversicht bekommt einen deutlichen Dämpfer.
Manata läßt sich von dem dritten, dem ebenfalls Blessierten, die Stiege hoch helfen, ein mühseliges Unterfangen. Die Schankmaid Cora geht voran, offenbar nicht gewillt, mit anzufassen.
Pugio und Jorge bleiben zurück und ordern was zu trinken. Miguel mustert sie abschätzig. „Von euch will ich das Geld im voraus. Wer weiß, ob ihr noch lange genug lebt.“ Die beiden zahlen eilig und schauen sich dann mehr oder weniger sorgenvoll um. „Wär's nicht besser, wenn wir draußen Wache halten?“ Jorge flüstert zwar, aber wer am Tresen steht und gute Ohren hat, der kann es mitbekommen. Pugio hat seinen Krug schon geleert und sich wieder berappelt. „Ach, die feige Sau kommt doch nicht wieder! Und selbst wenn, woher sollte der wissen, wo wir sind?“ Jorge ist nicht so überzeugt, auch gefällt ihm die feindlich-abwartende Stimmung der meisten Gäste nicht, die offenbar wie Arenapublikum darauf warten, dass jemand auf interessante Weise stirbt. Die offensichtlich ablehnende Gesinnung des Wirtes gegenüber ihrer Anführerin hat ihre Wirkung nicht verfehlt. „Feige? Der war nur nicht dumm genug, sich allein mit fünfen anzulegen. Und mit jedem Schuss hat er getroffen. Verena ist hin. Mitten ins Auge.“ „Pah, Glückstreffer. Was drängt sich die dumme Schickse auch so nach vorne.“ Jorge ist offenbar nicht überzeugt, seine Augen wandern immer wieder zur Tür.
von Jadoran
21.02.2016 00:07
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An der Theke

Die Verwundete handelt nicht groß. „Ein schönes rundes Goldstück, Kleiner Mann!“ Der Blick ihrer Kumpane sagt allerdings auch mehr als deutlich, was sie mit einem Versager machen werden. Der Wirt schaut sich eine Spur nervös im Schankraum um. Er will die Bande aus dem Blick haben. „Bring sie hoch in ein freies Zimmer, Cora.“
von Jadoran
20.02.2016 20:45
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Re: Spelunke "Tor zur Freiheit"

An der Theke

Der vorderste Schlagetot sorgt erst einmal für einen guten ersten Eindruck. „Was Wills'n Du Winzling?“ Der Wirt lacht voller bestem alanfanischem Mitgefühl. Der 'Winzling' wie Du ihn nennst, dürfte der einzige Heilkundige sein, den ihr bezahlen könnt, und der bereit ist, euch zu behandeln.“ Manata lehnt gegen den Tresen und besieht sich den Tocamayuc. Waldmenschenheiler geniessen einen guten Ruf, zumindest bei Leuten, die sich keinen graduierten Leibmedicus leisten können. „Gut, kleiner Mann, tu dein Bestes, es soll dein Schade nicht sein. Flick die gute Manata wieder zusammen!“ So wie sie die Hand hält – unter der sich ein suppiges Halstuch befindet, braucht Akivi nicht lange zu raten. Bauchwunde. Sie muss ein zähes Luder sein, um sich überhaupt noch auf den Beinen zu halten.

Am Damentisch

Corvo duckt sich nicht – das wäre auffällig, aber er schaut auch nicht zu deutlich hin und redet leise. „Manata war meine Vorgängerin. Hat gegen unseren alten Alten gemeutert. Hat den kürzeren gezogen und wurde auf 'ner Insel ausgesetzt.“ Er sondiert die Lage. „Das Ohr hab ich ihr abgebissen. Dag.. der Capitan war damals Dritter. Sah schon so aus, als würds schief gehen, da hat er auf dem Achterdeck mit Fenne die Hornisse klargemacht. Wurde 'ne ziemliche Sauerei.“ Er sondiert erneut, aber seine Kumpels vom Nebentisch haben die Lage auch mitbekommen und nicken ihm ermutigend zu. „Sind ihr danach in Charypso begegnet, da wollte sie es uns mit 'ner Bande heimzahlen. Ist schief gegangen, der Alte hat rechtzeitig Lunte gerochen.“ Er grinst Consuela furchtlos an, offenbar läuft gerade die Testosteronproduktion an. "Wenn das hier glatt geht, wäre es mir ein großes Vergnügen, Bella Donna." Mago sucht sichmit den Augen schon ein Ziel. "Weswegen legen wir nicht einfach los?" Corvo schüttelt den Kopf. "Der Wirt mag das nicht. Nur wenn sie uns bemerken und angehen. Wir sind hier nicht in Charypso." Mago und Gladio grunzen, fügen sich aber.