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von Brynjar
11.06.2018 16:20
Forum: Abenteuer & Kampagnen
Thema: Straßenkrieg in Gareth
Antworten: 32
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Straßenkrieg in Gareth

Hey, schöne Idee. :-)

Was ich als Erstes machen würde, wäre mir eine Vorstellung davon zu verschaffen, wer von der derzeitigen Ordnung profitiert und wer unzufrieden ist. Was haben die Patrizier*innen und die Hehler*innen gemeinsam? Ein Interesse an reibungslosen Geschäften!
Der bekannte Halunke, mit dem man sich arrangiert hat, wäre mir auch lieber als eine komische Rächertruppe, bei der niemand weiß, wohin sie ihr Blakharazz-Verehren als nächstes hinführt. (Oder ging es nicht darum dem Herrn der Rache zu folgen :lol: )

Eine Zerschlagung einer Verbrecherbande durch ehrenhaftere Gesellen wird sicherlich vordergründig begrüßt, aber nur, wenn es einen Plan für danach gibt. Denn was die Almadaner machen ist einerseits Ordnung schaffen in ihrem Gebiet und andererseits das Gleichgewicht zu Tobriern und Alter Gilde zu halten. Es wird also einige Personen geben, die gar nicht begeistert sind von einer ungeplanten Zerschlagung einer Bande.
Den Charakteren können also Personen in den Rücken fallen, die sie eigentlich auf ihrer Seite wähnen. Du

Dir also von Anfang an überlegen, wer bei wem auf dem Gehaltszettel bzw. "Loyalitätszettel" steht.

Zudem gibt es sicherlich auch Kontakte der Charaktere, die sich abwenden werden, wenn sie von Bürger*innen der Stadt zu Unterweltgrößen der Stadt werden.

Was ich klasse fände, wäre, wenn die Kampagne mehrere Richtungen hat:
-Schließen sie sich einer der anderen Gruppen an?
- Machen sie eine ganz eigene?
- Wird es doch eher ein Kampf gegen Unrecht, weil es hart ist ein Unterweltboss zu sein?

Je nach Ausrichtung würden NPC's anders reagieren.

Ansonsten würde ich mir überlegen, wie schon gesagt wurde, wie dunkel Du es spielen willst. Ich bin ja eher ein Freund davon, das Verbrechen nicht nur glamurös darzustellen. Die Macht der Verbrecherbanden fußt auf unterschiedlichen Säulen, aber brutale Strafen sind eigentlich immer im Repertoire, genauso wie Schutzgeld und Einschüchterung der lokalen Bevölkerung.

Beispiele:
Winter. Ein Landlord aus ihrem Bezirk kommt zu ihnen: Er will Hilfe säumige Mieter*innen aus seinem Mietshaus vertrieben haben.
Sind Deine Charaktere skrupellos genug Familien in den sicheren Kältetod zu treiben?

Konkurrenz: Ein Tischler will kein Schutzgeld zahlen. Die Tobrier haben damit gedroht seinen ältesten Sohn zum Krüppel zu schlagen, wenn er weiter an die neue Gruppe zahlt. Sind die Held*inne bereit noch eine Schippe draufzulegen? Oder gehen sie jetzt gegen die Tobrier direkt vor und kommen in einen Zwei-Fronten-Krieg?

Fahnenflucht: Söldner sind keine Verbrecher. Ich würde es deutlich machen, dass jemand der deinen Helden sofort in die nächste Dämonenschlacht folgen würde, für ihn noch lange nicht Stricher zusammenschlägt, die sich weigern anschaffen zu gehen... und gleichzeitig eventuell manche überraschen, wer das alles doch machen würde.

Veränderungen: Ich würde damit spielen, wie sich in der von dir erwähnten Taverne die Gäste ändern. Wie, wenn es sich herumspricht, die braven Bürger*innen nach und nach ausbleiben und wie die Leute zunehmen, die sich gern an die Rockschöße der neuen Bande heften wollen.

Übereifer: Der Klassiker. Die Jungganovin, die es übertreibt und nichts von Subtilität versteht, zu schnell mit dem Messer anderen ein Grinsen verpasst etc.

Ungewollter Beifang: Menschen, die zwischen den großen Banden zerrieben werden und jetzt eine Chance sehen eine große Nummer zu werden. Kleine Banden oder Einzelkämpferinnen, die ganz eigene und vielleicht auch abzulehnende Pläne mitbringen, aber eventuell gebraucht werden, da Mannstärke einfach ein Faktor ist.

Das Kriechen: Meiner Meinung nach ein unumgänglicher Teil, und für manche der Schwerste, das Arschlecken bei denjenigen, die eine Nummer zu groß sind und die wegsehen sollen. Da sehe ich es wie Na'rat: Spießbürger*innen, Patrizier*innen, manche Kirchen. Sie werden nicht Deine Freunde sein, aber Du kannst es Dir nicht leisten, Burkherdalls zum Feind zu haben oder von der Travia-Kirche (s.h. oben Winter) öffentlich zerrissen zu werden. Nach einer Strafpredigt eines Praiosgeweihten wird dich kein Bandenmitglied ausliefern, aber die Angst vor Friedlosigkeit würde in meinem Südquartier noch mehr Menschen abschrecken.

Soviel an Ideen von mir. Viel Erfolg!

Brynjar

Kurz:
Ich würde versuche rüberzubringen, dass es eine brutale, aufreibende, und hart erkämpfte Leistung ist, zu den Top 3 Banden eines Molochs wie Gareth zu sein.