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von B.O.B.
22.12.2016 13:57
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Hexe(r) ohne Vertrauten
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Re: Hexe(r) ohne Vertrauten

Liscom hat geschrieben:[Woher hast du das? Ich hatte es so verstanden, dass man mit einen ZfW die Sonderfertigkeiten lernen darf, auch wenn man nicht über die SF Zauberzeichen verfügt.
Ja, so ist das auch vorgesehen...
Die meisten gucken dann in die Verbreitung und argumentieren, daß Hexen die Schutzkreise gegen Dämonen nicht kennen.
Aber der Kasten zu "Alternative Lernmöglichkeiten" sagt explizit "Traditionen deren Ritualkenntnis keine Glyphenmagie einschließt verwenden hierbei eine eigenständige äquivalente Ritualtechnik, welche regeltechnisch jedoch genauso behandelt wird."... und gibt dann ausschließlich Verfügbarkeiten für Traditionen mit Zauberzaichen an
Damit diese Regel irgendeinen Sinn ergibt, müssen also auch andere Traditionen -nach Verbreitung von Inv. Minor/Maior betrifft dies bei Schutzkreisen gegen Dämonen primär Hexen und im geringeren Maß Druiden- entsprechende (nicht auf Zeichen basierende aber nach Regeln genauso gehandhabte) Techniken beherrschen. Nur fehlen hier leider wieder einmal (wie so oft, wenn's nicht um Gildenmagier geht^^) jegliche Details.
von B.O.B.
20.12.2016 21:30
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Hexe(r) ohne Vertrauten
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Re: Hexe(r) ohne Vertrauten

FrumolvomBrandefels hat geschrieben:Die Schwierigkeit bezüglich erlernen und Dienste war darauf bezogen:

WdH S.265: "...Nach Maßgabe des Spielleiters kann auf Hexennächten oder bei
der Interaktion mit anderen Hexen ein Malus von 1 bis 3 Punkten auf soziale Proben
und Talente anfallen."
Genau, "nach Maßgabe des Spielleiters kann [...] ein Malus von 1-3 auf soziale Proben und Talente entfallen".

Mir ging es eher darum, wann und wie angemessen, dieser Malus "nach Maßgabe des Spielleiters" ist. Es handelt sich wie gesagt, effektiv um einen 1GP-Nachteil. Ab und zu mal ein Malus im Umgang mit einer bestimmten Hexe oder häufiger beim ersten Eindruck aber dafür nicht von Dauer halte ich (auch im Rahmen dieser Regel) für passend. Aber soweit zu gehen, an diesem möglichen Sozial-Malus die Möglichkeit zum Erlernen neuer Zauber festzumachen, ist a) übertrieben und b) auch von den Regeln nicht einmal annähernd angedeutet.

Werden denn Hexen durch das ganze gildenmagie-zentrische System nicht schon genug schikaniert? :wink:
von B.O.B.
20.12.2016 19:09
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Hexe(r) ohne Vertrauten
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Re: Hexe(r) ohne Vertrauten

Thema: "Typische" Zauber

Gerade diese "klassischen Hexenzauber" finde ich persönlich allerdings in den Professionspaketen recht problematisch. Nicht einmal an und für sich sondern in ihrem übertriebenen Umfang. Es wurde offensichtlich mit Gewalt versucht, Haus- und Startzauber möglichst mit typischen nur bei Hexen bekannten Sprüchen zu füllen, anstatt einfach ins Konzept passende Zauber mit bei Hexen hoher Verbreitung zu wählen.

So entstehen, dann mehrere Professionen, die vor dem Hintergrund nur sehr bedingt funktionieren:

Beispiel 1: Verschwiegene Schwestern... Allesamt als die kämpferischsten, aber vorallem auch noch deutlich mehr als andere um Heimlichkeit bemühten Hexen beschrieben. Und alle mit dem offensichtlichsten und auffälligsten Hexenzauber überhaupt als Hauszauber (Radau). Es hätte sicher eine Vielzahl von Zaubern mit unter Hexen hoher Verbreitung gegeben, die besser in Konzept Heimlichkeit oder Kampf gepaßt hätten, ohne jeglichen Versuch nicht als Hexe erkannt zu werden sofort zunichte zu machen.

Beispiel 2: Schwesternschaft des Wissens... (Schwerpunkt Beschwörung/Antimagie). Dämonenbeschwörung ist bei Hexen als "Rache der Mutter" an sich schon durchaus verbreitet: Der Invocatio Minor ist so verbreitet, daß ihn jede Hexe als Startzauber wählen kann. Viele der Dämonenbeschwörer-Sonderfertigkeiten erwähnen unter Verbreitung neben den jeweiligen Magierakademien (deren Abgänger sie dann auch oftmal automatisch oder verbilligt erhalten) "bei entsprechenden Hexenzirkel" oder "bei den Schwestern des Wissens". (Dazu noch jede Menge im Hintergrund festgelegte Dämonenbeschwörerinnen dieser Schwesternschaft; natürlich meist als Gegner der Helden vorgesehen^^).
Man sollte doch meinen, daß einem das Professionspaket neben der Merkmalskenntnis Beschwörung irgendetwas bietet, dieses Konzept auch auszufüllen... Stattdessen bekommt man wieder eine ganze Hand voll "typischer Hexenzauber" (die ja scheinbar jede Hexe ausnahmslos kennen muß, um sich als Hexe zu definieren^^) aber nicht einen einzigen Punkt im Bereich Beschwörung bei den Startzaubern. Und unter den Hauszaubern befindet sich mit dem Nuntiovolo ein einziger (eindeutig eher fluffiger) Beschwörungszauber (den Pentagramma rechne ich hierbei als das, was er ist: Antimagie). Von den angeblich in dieser Schwesternschaft verbreiteten Sonderfähigkeiten fehlt ebenfalls jede Spur...

Als hätten Hexen nicht genug Charakteristiken, um sie als solche darzustellen. Es müssen unbedingt möglichst viele nur bei Hexen bekannte einzigartige Zauber sein.

Thema: Mitgliedschaft in Zirkel/Schwesternschaft ohne einen Vertrauten zu besitzen

Es ist jetzt nicht wirklich so, daß sich in einer Schwesternschaft (oder in einem Hexenzirkel, der komplett oder mehrheitlich einer Schwesternschaft angehört) Hexen mit dem selben Vertrautentier zusammenfinden. Es geht hier viel mehr um das prägende Element des gemeinsamen Seelentiers. Die Wahl des entsprechenden Vertrauten ist lediglich ein Symptom dieser Gemeinsamkeit.

Dementsprechend stellt der fehlende Vertraute kein Problem bei der Zugehörigkeit zu einer Schwesternschaft/einem Zirkel dar. Das Problem ist viel persönlicher. Man ist halt auch in mitten seiner Mitschwestern immmer anders.
Und auch der erste Eindruck anderen Hexen gegenüber wird stets davon geprägt sein: Von einigen wird man praktisch ständig unterschwelliges Mitleid erfahren, andere fragen sich im ersten Moment instinktiv erst einmal, was mit dem Charakter wohl nicht stimmt oder was er wohl falsch gemacht hat.

Beides sollte aber weder Einfluss innerhalb eines bestehende Zirkels, noch im Umgang mit anderen Hexen haben, wenn man diese erst einmal kennengelernt hat, sondern eher ein oftmals sehr persönliches Problem eines gewissen Aussenseiter-Gefühls kombiniert mit einem vorurteilsbehafteten ersten Eindruck unter Hexen darstellen.

Oder um es in Spielwerten und Punkten auszudrücken: "Kein Vertrauter" bringt als Nachteil 3GP. Vertrautenbindung (100AP) ist teil des gekauften Professionspakets aber effektiv für den Charakter nicht vorhanden (-1GP), darf auch im Verlauf des Spiels niemals erworben/benutzt werden (-1GP). Damit bleibt etwa noch ein Nachteil im Wert eines GP übrig. Der rollenspielerische Ansatz des Aussenseitertums und des erschwerten ersten Eindrucks unter Hexen ist hierfür sicherlich angemessen, zusätzlich noch Schwierigkeiten bei der Zugehörigkeit zu Zirkel/Schwesternschaft oder gar eine grundsätzliche Schwierigkeit beim Erlernen neuer Zauber/Rituale hinzuzufügen wäre allerdings für diesen "1GP-Nachteil" mehr als nur übertrieben.