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von Nagamasa
25.04.2018 11:42
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF
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Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF

Sumaro hat geschrieben:
25.04.2018 07:37
Man muss nicht entschuldigen, dass DSA als Setting nicht funktioniert, wenn man es auch plausible Handlungen trimmen möchte. Daher gibt es an der Spitze auch immer nur Gestalten, die quasi stagnieren und nichts tun. Amir, Rohaja und Khadan ebenso wie der Aikar usw. sind genau dafür da, den Status Quo zu erhalten, bzw. eine bestimmte Plotwende herzustellen. Außenpolitik wird von denen nicht betrieben, außer Sankt Plot ruft danach.

Settingzentrierte Außenpolitik erscheint irgendwie widersprüchlich. Außer man meint Politik innerhalb des Settings. Wie gesagt, sonst sind die meisten Dinge eben Kosmetik ohne Konsequenz.
Ich denke was die Answinromane gut gemacht haben ist ein Gefühl für aventurische Politik des Mittelreiches zu geben. Rabengeflüster ist auch ein gutes Beispiel dafür alanfanische Politik und deren "Stagnation zu erklären. Ich würde dir insofern recht geben das eine aktive Außenpolitik nicht ohne den Plot möglich ist, aber andersherum ist Politik möglich um einige Dinge die in der aventurischen Vergangenheit schlecht oder unzureichend erklärt worden sind mit Leben zu füllen. Natürlich beziehen sich meine Beispiele auf Romane und die Vergangenheit, aber theoretisch ist das bei einem Meister auch für die Zukunft möglich. Vorausgesetzt er plant gut und so plausibel wie möglich.
von Nagamasa
24.04.2018 20:43
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF
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Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF

die Galante hat geschrieben:
24.04.2018 13:44
Auch wenn vielleicht von dem Einen oder Anderen nun ein Aufschrei kommt, was interessant wäre, wäre eine Auflistung zu welchem ungefähren Zeitpunkt es zu Spannungspunkten zwischen 2 oder mehreren Nationen kam auf Basis von Abenteuern und Romanen.

Dass das eine Mordarbeit ist, ist mir schon klar!
Die Frage die ich mir dabei stelle ist:
Hast du ein bestimmtes Reich als Ausgangsbasis deiner Betrachtungen? (Mittelreich, Horasreich, Al Anfa)
Sonst wird es sehr kleinteilig vor allem wenn die Frage nicht nach einer bestimmten Zeit gestellt wird sondern offen für den gesamten Metaplot formuliert ist.
von Nagamasa
23.04.2018 17:45
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF
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Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF

Es muss nicht unbedingt leer sein oder sich so anfühlen.
Die verschiedenen Konflikte können von einem SL durchaus mit Leben gefüllt werden, damit es eben nicht immer nur eine Seeschlacht, eine Invasion oder eine Intrige ohne wieder aufgegriffene Folgen ist.
Dabei ist es wichtig eher die Beschreibung der Problematik Kolonialkrieg, theokratische Expansion oder hegemonialen Zerfall zu thematisieren. Sich dabei zu sehr in Details zu verlieren ist dabei nicht so hilfreich, auch wenn dafür Settings manchmal angepasst werden müssen damit es plausibel wird und bleibt. Mit etwas Ausarbeitung kann ein Meister aus der einen oder anderen Problematik ein ziemlich gutes Setting stricken in welchem Abenteuer erlebt werden können. Bei mir gab es in Al Anfa viel Politik genauso wie in unserer Horasreichrunde. Meine Beobachtung ist allerdings auch das dies maximal auf eine Problematik oder zwei verschiedene Settings beschränkt bleibt. Je mehr man hinzufügt desto schwieriger ist es manchmal die Immersion zu wahren. Das gebe ich gerne zu.

Gerade das manche politischen Streitpunkte wieder zu den Akten gelegt wurden wie der doppelte Kaiserkonflikt finde ich eigentlich passend. Politik ist eben kontemporär.
von Nagamasa
23.04.2018 12:59
Forum: Hintergründe, Kontinente und Globulen
Thema: Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF
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Verhältnis der "Staaten" untereinander 1040 BF

Natürlich gehe ich mit der grundlegenden Annahme mit das die Außenpolitik dem Plot unterliegt. Mit dem Start von DSA 5 wo sowieso alles regionaler werden soll ist die Frage nach Berührungspunkten zwischen den einzelnen Herrschaftsbereichen (Staaten sind ein Begriff der auf viele dieser Bereiche eigentlich nur unzureichend zutrifft) ist trotzdem interessant. Skalierung, Realismus und die tatsächliche Armeestärke lasse ich bewusst aus meinen Überlegungen raus. Aventurien ist nicht immer zuende gedacht.
Neben den schon erwähnten Regionalbänden und dem dort vorhandenen was denkt x über y wäre es am hilfreichsten sich auf Grundlage dieser Bände in die Politik des States aufgrund der historischen Fakten hineinzudenken. Die Romane gerade die Answinreihe geben schöne Impulse für die Diplomatie und die Beziehungen zwischen den Reichen.
Hier ein paar Ideen die mir gerade aus dem Bauch heraus einfallen. Vor allem Staaten mit aktiver außenpolitischer Rolle.
Wichtig hierbei ist allerdings oft weniger das Gebiet selbst sondern die Ambition der Herrschenden.

Das Mittelreich: Die zerfallende Hegemonialmacht hat früher den Anspruch erhoben der mächtigste Staat des Kontintes zu sein. Nach eigenem Selbstverständnis gilt das noch immer auch wenn die Möglichkeiten der Außenpolitik sich auf Verträge mit den umliegenden Nachbarn beschränken um Frieden zu sichern.(Verträge mit dem HR als Beispiel) Seit dem beinahe Zusammenbruch des Reiches im Jahr des Feuers hat es eine große Phase der Selbstbeschäftigung vor sich und Ziele wie aktive kaiserliche Politik fand sich vor allem im Kampf gegen die schwarzen Lande. Araniens Unabhängigkeit wurde annerkannt und auch wenn man noch nicht offiziell auf Maraskan verzichtet hat ist die Insel wohl verlorengegeben. Im Grunde möchte man sich im Mittelreich auf so wenige Fronten wie möglich einlassen(es gibt immernoch die Orks, Novadis und innere Bedrohungen) und hofft daher durch begrenzte Kooperation mit gleichgesinnten Staaten zu erhalten was vom Reich vorhanden ist, allen Wiedrigkeiten zum trotz die größte Macht des Kontinentes unter dessen Führung sich weite Teile des Kontinentes bei Gefahr scharren werden.
Die einzelnen Provinzen sind eine ganz andere Sache.

Das Horasreich: Das alte Reich ist in einer sehr interessanten Lage, eigentlich besitzt es seit der Horaskränzung den universalen Herrschaftsanspruch des alten Bosperan, jedoch kann es diesen nicht völlig durchsetzen. Mit dem Mittelreich scheut man sich auch nicht in Zeiten der Not zu kooperieren, aber wirkliche Partner sind sie aus der Perspektive der Horasier nicht. Dafür spricht die Unterstützung des lieblichen Feldes bei der aranischen Unabhängigkeit und die Einmischung im Mittelreich in seinen Schwächephasen wie etwa dem Interregnum. Momentan sieht man dort aber auch keinen Gewinn in einer direkten Konfrontation und hat die eigenen Ambitionen immer weiter in den Süden gelenkt. Mit dem Reichtum aus einem Kolonialimperium auch über die Grenzen Aventuriens hinaus will das Horasreich seinen Anspruch als Führungsmacht untermauern was sie in einen direkten Konflikt mit Al Anfa bringt. Dabei stützt sich das Horasreich auf die goldene Allianz im Süden, welche politisches Bündnis und wirtschaftliche Einflusszone ist. Vor allem mit Khadan Horas gibt es viele Möglichkeiten da das Reich mit einem Herrscher der aufhört in aventurischen Maßstäben zu denken entweder der nächste Vorreiter des Kontinentes ist oder der Ikarus der zu nah an die Sonne geflogen ist.

Al Anfa: Ist als Kolonialreich sowohl mit dem Kalifat als auch mit dem Horasreich im Konflikt. Nachdem es gegenüber beiden im Nachteil ist(das Kalifat besitzt mehr Truppen, das Horasreich die schlagkräftigere Flotte) versucht es durch Reichtum an genug militärische Macht zu kommen um auf Augenhöhe mitspielen zu wollen. Al Anfa ist eine imperiale Macht mit dem Ziel nicht zwingend den Kontinent aber den Süden Aventuriens zu kontrollien.
Um dieses Ziel zu erreichen ist jedes Mittel recht. Krieg, Spionage, subversive Zersetzung der Feinde solange es funktioniert, denn in Al Anfa lebt man als Versager nicht lang an der Spitze. Neben diversen Kriegen und Agentenmissionen gehören auch Interventionen in anderen Konflikten wie etwa auf Maraskan zur aventurischen Geschichte. Gehe dahin wo der Einfluss ist und schlage maximalen Profit daraus. Bündnisse sind nur so lange richtig wie man einen Vorteil aus ihnen ziehen kann.
Al Anfa ist die Macht die sich durch nichts von ihrerem Weg abringen lässt, sich nicht eingrenzen lassen möchte und Einmischung in ihre Einflusspähre mit Feindschaft beantwortet.

Das Kalifat: Dieses Gebilde umspannt einen großen Teil des Kontinentes und sollte ein wichtiger Spieler im politischen Spiel sein, das ist es aber nicht. Das Kalifat erhebt den Anspruch über den gesamten tulamidischen Kulturraum und die Verbreitung des eigenen Glaubens über dessen Grenzen Hinaus. Da es nicht zum Zwölfgötterkult gehört ist es inmitten dieser Staaten eine belagerte Festung. Wirklich aktiv wurde es nur im Khomkrieg gegen Al Anfa,(und da eher unfreiwillig) in gelegentlichen Überfällen der Grenzregionen und im Konflikt Goriens mit Aranien um Anchopal. Letzterer ist interessant da es das Kalifat mit einem Ideologisch sehr interessanten Feind bringt, der zwar nicht durch Waffenkunst aber durch Reichtum durch Handel gläzen kann. Ähnlich wie das Mittelreich versucht es ansonsten seine ausgedehnten Grenzen zu schützen und verstrickt sich in interne Angelegenheiten.

Die schwazen Lande: Sind 1040 BF erledigt und zum großen Teil befriedet. Dinge wie Schwarzmaraskan haben keine Verbündeten und werden von allen umliegenden Staaten gehasst. Sie kämpfen um ihr eigenes Überleben. Ehemalige Herrscher sind andere Geschichten.