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von Andwari
30.07.2018 08:01
Forum: Kämpfe & Gefechte
Thema: Das Aranische Feldheer
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Das Aranische Feldheer

@goswin
Ich kenne da keine stringente aventurische Struktur zum Thema - also welche Größe Einheit als dauerhaft oder temporär unabhängig agierend konzipiert ist.
Irdische Vorbilder sind einerseits oft moderner als der aventurische Stand = eine Hypothek ans Wehrheimer Strammstehen, aus heutiger Sicht ist die frühe DSA-Militärstruktur einfach nur schwer ins stimmige Bild zu pressen. Andererseits können irdische Heere viel größer sein - wenn wir nicht gerade von "Weltgeschichte" in ganz ausgewählt dünn besiedelten Regionen sprechen (Ungarneinfälle oder frühe amerikanische Kolonialkriege). Dementsprechend sind irdische Militäreinheiten halt 1-2 Nummern größer und entsprechend die Logistik auch eher bei den größeren Einheiten angesiedelt.

Aventurisch müsste eigentlich das Banner die selbständige Standard-Einheit mit aller zugehöriger Logistik sein - also was die Landsknechtregimenter waren und modern erst auf Brigade/Divisionsebene verwirklicht ist. Das wäre aventurisch sowohl von der überhaupt in einer Region leistbaren Personalstärke sinnvoll als auch organisatorisch - wenn (historisch/brandaktuell) die Baronin der Dreh- und Angelpunkt für alle Fragen der Militärorganisation ist, macht es absolut Sinn, auch Logistik, Ersatz-Ausbildung usw. bei ihr anzusiedeln.
Größere Einheiten schön und gut - aber wenn man sowieso alles ab Obrist als vertrottelte Nixkönner darstellen will, die kaum Bezug zu ihren Soldaten aufbauen, dann dürfen die das ruhig auch von höheren Stabsposten aus tun. Ein aventurisches Regiment, das nie gemeinsam trainiert (weil drei Banner am Standort, zwei Banner dort und dreimal eins anderswo stationiert sind), wird nie zusammen effektiv agieren - und es gibt sogar ohne Krisenzeit in Aventurien unglaublich wenige Einheiten in echter Regimentsstärke am gleichen Ort.
von Andwari
27.06.2018 22:35
Forum: Kämpfe & Gefechte
Thema: Das Aranische Feldheer
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Das Aranische Feldheer

"legitimieren" wäre in feudalem Umfeld schlicht, dass ein neuer Lehnseid geleistet wird - ich würde die Zeitspanne dafür nicht zu kurz ansetzen: Evtl. müssen da bei einem überraschenden Ableben erst mal Unterstützer gewonnen, Geldflüsse organisiert und vom künftigen Lehnsherrn eine Stimmung vor Ort erkundet werden...

Wenn ein Hoftag o.ä. ansteht - der immer auch rechtliche Dinge regelt - sollte man sich da als Nachfolge-Kandidat blicken lassen - sonst könnte es dümmstenfalls passieren, dass dort schon wer anders dran kommt. Spätestens wenn der Lehnsherr auffordert, zum nächsten Hoftag o.ä. zu erscheinen, macht man sich unmöglich/treulos, wenn man dann noch wegbleibt.
=> Also eher eine Spanne von 1-2 Jahren, die aber verkürzt werden kann, wenn alle zusammenarbeiten. Das ist ja ein gegenseitiger Vertrag, der dann auch ca. eine Generation lang hält.
von Andwari
23.06.2018 10:42
Forum: Kämpfe & Gefechte
Thema: Das Aranische Feldheer
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Das Aranische Feldheer

@Darjin
Ich war da wohl von meiner eigenen Khomkrieg-Überarbeitung (mit verdoppelten Distanzen & 4-fachen Bevölkerungszahlen) beeinflusst - die 5% Novadis Bevölkerungsanteil insgesamt (LdES S.66) in Gorien wären 9500 Köpfe.

Beni Avad (RA S.82):
3500 Stammesmitglieder, damit sind sie ein typisch mittelgroßer Novadi-Stamm. Nach RA und LdES betätigen die sich (nach Hasrabals Heirat) immer noch als Wegzoll-Eintreiber, Flusspiraten und Straßenräuber und zunehmend als "zivilisierte Halsabschneider", also Söldner, Händler usw. Die Rashdul-Karte aus LdES lokalisiert ihr großartiges Lager gegenüber einer der beiden Karawansereien (60 Schlafplätze) und in vergleichbarer Größe, man sieht da 4 Bäume, 5½ Zelte und eine Koppel - ist allerdings so am Kartenrand, dass die auch noch Rechtmeilen weiter gehen könnte - aber an sich wäre die Größenordnung dann angemessen, vor Hasrabals großem Palast in Al'Ahabad sind ja auch abgezählt 54 Stammeskrieger stationiert.

Wenn man also das Etikett "kriegerisch" nicht zur völligen Freikarte für Militärmacht erkären will, sind schon wenige hundert aktivierbare Reiter das äußerste der Gefühle - falls anders gewollt erkläre ich meine Hinterwäldler-Baronie mit hunderten Schafhirten, Ackerbauern und Waldarbeitern usw. auch für "kriegerisch" - da kommt schließlich auch alle paar Jahre mal ein Wildhund aufs Feld gestromert.

Die Nutzung von Truppen als Räuber und andersrum ist allerdings genial - in Abwandlung eines mengbillanischen Zitats: "Wir haben keine Räuber/Piraten außer die Männer des Sultans" - damit wäre der Lebensunterhalt ähnlich gesichert wie bei den - nach HdR S.23 ca. 8% - "Flüchtlinge, Gesetzlose und Fahrende" im Mittelreich und wir zählen sie einfach als Hasrabals Militär? Dumm, wer seinen Söldnerhaufen tatsächlich bezahlt, wo es doch so einfach geht und das auch keine Behinderung der Wirtschaft darstellt?

Schon die 1500 "bunt zusammengewürfelten" Sandwölfe würden anderswo die Leistungsfähigkeit eines Gebiets für deren Versorgung strapazieren - und dafür müssten die alle Aufgaben von Stadtwachen, Palastgarde, Geleitschutz usw. was halt anderswo Militär leisten muss, erfüllen. Ansonsten ist eigentlich davon auszugehen, dass diese seit 12 Jahren beschäftigungslosen Söldner inzwischen in weiten Teilen Goriens und Chalukistans ihr eigenes Versorgungssystem - ähnlich wie in der Wildermark - entwickelt und das Land nachhaltig ruiniert haben.
von Andwari
22.06.2018 15:57
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Das Aranische Feldheer

Die Beni Avad sind afaik nur wenige tausend Köpfe stark (wie andere Novadistämme auch), d.h. deren Qualität dürfte eher bei "motivierte Ziegenhirten" liegen und Nachschub ist da auch nicht einfach so gezeugt.

Ansonsten: Hasrabal kann sich offensichtlich eine deutlich höhere Militarisierung leisten als andere, obwohl er auch ganz überwiegend ordentliches aber nicht überragendes Kulturland Land sein eigen nennt - die Eroberungen jüngeren Datums stellen dabei ja sogar die eher fruchtbaren Ecken dar. Auch von Hasrabal hat man die letzten 12 Jahre nix an Aktion gesehen - zuvor hat er halt von verwirrenden Zuständen in den Jahren 1020-1022 profitiert und die letzte Eroberung ist Chalukand im Umfeld des 35-Tage-Krieges (d.h. die Gegner waren anderweitig beschäftigt und er steckt seine Grenzpfosten einige Meilen weiter).

Über Hasrabals Verwaltungsorganisation ist praktisch nix bekannt - eine 1-Magier-Show mit ein wenig Familie drumrum. Andere in ähnlicher Größe brauchen dafür drei Grafen, zwei Dutzend Barone und hundert Junker/Edle samt deren Gefolge um das zu organisieren.
von Andwari
22.06.2018 15:45
Forum: Kämpfe & Gefechte
Thema: Das Aranische Feldheer
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Das Aranische Feldheer

@Darjin Wenn ein Mhaharan in Zorgan jedem Beyroun in seinem Land die Zusicherung geben kann "wenn die Kacke richtig dampft, kriegst Du Unterstützung" und dass auch die 30 Ferkinakämpfer von dem Stamm im Rashdulswall wissen ... dann hat man vmtl. allein dadurch schon mal sein Räuberproblem, Ferkinaproblem und die Übergriffe von motivierten Nachbar-Kleingruppen um die Hälfte reduziert. Alternativ geht so was natürlich auf Sultanats-Ebene.

Die meiste Zeit sitzen die 50 Bewaffneten der Beyrouna nämlich untätig rum - bei 100-200 Beyrounaten in Aranien kriegt man da mit 1-2 vollen, zentralen Regimentern und nur 30 vor Ort deutlich mehr an Sicherheit hin - wenn es irgendwo typischen Ärger gibt, darf man dann natürlich nicht nur 10 Leute schicken, sondern besser 100, die mit den Krawallmachern schnell und schmerzhaft aufräumen. Das schaffen die x-fach an wechselnden Orten.
von Andwari
22.06.2018 15:07
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Das Aranische Feldheer

Aranien ist ständig unterbewertet - da fehlen im Vergleich zur Leistungsfähigkeit anderer Staaten einfach eine handvoll Regimenter bzw. die Erklärung, dass man halt soundsoviele auf die Feudal-Schiene mobilisieren kann. Aranien hat 700000 Einwohner, ist damit 3½ mal so groß wie Hasrabals Reich. 12 Jahre nach dem 35-Tage-Krieg (35 Tage, uiuiui, das ist vllt. die Zahl der Tage seit 30 Jahren, die im MR nicht irgendwas gewaltig kaputt ging oder nenneswert Militär aktiv war) müssten die eigentlich glänzend dastehen - weil 99% der Aranier haben nicht gekämpft, sondern unbeeindruckt ihre Ernte in ihrem eher begünstigten Land eingefahren. Wenn da keine Militärs aus der Schlacht zurückkommen, ist Interesse und Mittel da, die in W6 Jahren ordentlich ersetzt zu haben.

Wenn man völlig unabhängig von Basisdaten irgendwas an "Geschichte" plottet und dann einfach mal nix mehr schreibt ... wie soll das konsistent funktionieren? Im Vergleich zum Mittelreich war in Aranien die letzten 40 Jahre echt wenig los.

Soll Aranien offensiv werden oder geht es nur darum, weitere Agressionen Hasrabals auszusitzen, bis der Alte natürlich abtritt und seine Kinder sich gegenseitig zerfleischen? Gibt es da strategisch wirklich nix Wichtigeres als sich in offenem Gelände um Anchopal oder Nasir Malkid zu balgen? Säße ich als Militär in Zorgan, mir wäre Chalukand viel wichtiger, das ist so wie es ist immer nervig, weil es die Optionen meiner Gegner massiv ausweitet.