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von Andwari
07.12.2017 13:05
Forum: Generierung & Charakterentwicklung
Thema: Der tulamidische Ritter
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Der tulamidische Ritter

@Vasall
Also, so wie anderswo ... bisher war Aranien aber nicht so ganz als Fokus des TE auszumachen. Dort wie anderswo gibt es noch klärenswerte Punkte - z.B. wie man die Doppelstruktur "stehende Garderegimenter" + "Kämpfer aus Feudalstrukturen" dann auflöst. Im Fokus der Aventurien-Beschreiber waren halt oft die XYZ-Garde.

Einen "Dienstritter" kriege ich immer auch ohne Feudalismus unter (ggf. nenne ich den anders) - dem kann es eigentlich egal sein, wo sein Boss die Mittel für seine Entlohnung hernimmt.
Wenn der Dienstritter nicht als regional einzige Form existiert sondern daneben noch belehnte Ritter existieren, wird der Dienstritter halt schnell zum "Ritter zweiter Klasse". Die größere Abhängigkeit vom Herrn wird da schnell deutlich. Das wird natürlich um so stärker, wie der "nur" Kämpfer sein soll, d.h. die umfassenden Verwaltungsaufgaben der belehnten Ritter nicht erfüllt.
von Andwari
07.12.2017 09:44
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Thema: Der tulamidische Ritter
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Der tulamidische Ritter

Wenn der TE die Organisationsform "Feudalismus" in seinem Konzept drin haben will, lässt die sich vmtl. überall in Aventurien zumindest auf einer niedrigen Größe etablieren - wenn irgendwo in Mhanadistan ein baroniegroßes Gebiet (wegen Erfahrungen eines Bey-Ahnen) schon seit drei Generationen ein astreines feudales System fährt, erregt das wohl kaum besondere Aufmerksamkeit, denn man kennt das System aventurienweit, auch da wo man normalerweise anders organisiert.
Ein weidenscher Baron, mengbillanischer sklavenhaltender Plantagenbesitzer, horasischer Gutsherr mit Pächtern und khunchomscher Geldmensch mit Gütern im Balash dürften sehr schnell auf gemeinsame Ideen kommen, wenn sie mal ihre Ansätze einer gut organisierten Herrschaft vergleichen.

Beim "Ritter" als Abenteurer hat man allerdings gleich wieder die Aufgabe, den evtl. von seinen Verpflichtungen freistellen zu müssen und ihm die Einkünfte die er eigentlich dafür braucht und kriegt auch vorzuenthalten. Dass das zusammengehört sollte klar sein - und ggf. hat der "Fahrende Ritter" halt einen Verwalter im Hintergrund.
von Andwari
05.12.2017 14:43
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Thema: Der tulamidische Ritter
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Der tulamidische Ritter

@Tulamiden als Wilde
Wer in entfernten Gegenden (Weiden) solche Vorurteile in sein Aventurien einbaut, muss sich fragen was die dort dann denken über Fjarninger, Gjalskerländer, Thorwaler, Nostrianer, Orks, Andergaster, Drôler, Mengbillaner, Zyklopäer, Mohastämme, Al'Anfaner, Bukanier und Südseekolonialisten, Thalusier, Novadis, Selemer, Echsenmenschen, Maraskaner, Ferkinas, Trollzacker, Norbaden, Bornländer, Goblins, Nivesen ... und nicht zu vergessen die Zahoris, Elfen, Zwerge, Garether und die Rübennasen aus dem Nachbardorf.

"Tulamiden" als große und bekannte Gruppe ohne wirklich abstoßende Besonderheiten im Aussehen oder Verhalten sind für Vorurteile eines Nachbarvolks geeigneter als für fern lebende Gruppen.
von Andwari
05.12.2017 08:28
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Thema: Der tulamidische Ritter
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Der tulamidische Ritter

Ich sehe hier zwei leicht "exotische" Ansätze:
- der ungewohnte tulamidische adelige Elitekämpfer (Ritter)
- ein Kind, das in die Fremde geschickt wird.

Soll man da wirklich die übriggebliebenen Besonderheiten auf reines "der Bub wollte das so" beschränken? Statt "in den Norden" kann man das auch als Überbleibsel einer mittelreichisch geprägten Struktur in Tulamidistan ablaufen lassen. Es war jahrhundertelang (bis 995BF) auch in Khunchom hilfreich, ein paar "Ritter" zu haben die mit den Adeligen im restlichen Kaiserreich auf Augenhöhe agieren konnten. Vielleicht hat Papa Bey auch einfach einen befreundeten mittelreichischen Ritter bei sich angesiedelt?
Wenn es in den Norden geht, könnte das "organisiert" laufen - vllt. hat der Graf aus dem Norden angeboten, nicht nur die Hand der Prinzessin sondern auch ein entsprechendes Gefolge aufzunehmen (vgl. die Paligans die mit Alara nach Norden kamen) und denen angemessene Ausbildung und Positionen zu geben. Damit wäre der Exot nicht ganz allein in der Fremde und das tulamidische Kettenhemd in das er reinwachsen sollte vllt. schon im Gepäck. Ein ähnlicher Austausch wäre auf der Kirchen-Schiene denkbar - gerade Ronnies sind kompatibel, vllt. suchte Frau Donnerhall etwas Verbindung zu einer anderen Senne als den ständig blutenden Mittellande? Auch höherrangige Rondrageweihte haben evtl. Familie. Mama ist Rondrageweihte, Papa Sohn eines relativ mächtigen Beys (vllt. nicht designierter Erbe) und "Politiker" - da kann es einen schon mal nach Weiden verschlagen.

Gerade bei den letzten Ansätzen kann man auch das Ausbildungs-Startalter raufsetzen und damit mehr "tulamidisch" bewahren. Er ist nicht notwendigerweise seit seiner Kindheit im Norden, sondern der ganze Deal fand vllt. erst vor 4 Jahren statt - genug Zeit, an eine "Ritter"-Schiene anzuknüpfen, denn reiten, laufen, ringen, sich zu benehmen usw. kann auch ein tulamidischer künftiger Kämpfer daheim gelernt haben.

Perricum wirkt auf mich leider etwas überladen: bedeutende Hafenstadt, religiöses Zentrum, Bollwerk gegen äußere Feinde (habe da manchmal ein Minas-Tirith-Gefühl) und dann noch Schmelztigel der Kulturen? Unter den Rittern des Perricumer Umlandes wäre der Chari einer unter vielen sehr ähnlichen Gestalten - einen Ritter, der quasi eine irdische Kreuzfahrer-Karriere machen soll (mit schönem Stück Bewässerungsland in der Levante) kann man da hinschicken. Es fehlt halt im Süden Perricums der Sarazene als Bedrohung, weil man über Aranien nichts schreibt. Womit man Teile der Szene auch an die Grenze zu Gorien verfrachten kann.