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von Talron
14.03.2018 09:57
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Thema: 'Gender'-Diskussion
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'Gender'-Diskussion

@Lorlilto
hier sind 80 Millionen Leute von denen ein ebenso hoher Anteil Gewalt gegen Frauen verübt
Kannst du das denn belegen? Glaube kaum. Die Mitrechnung des weiblichen Teils der einheimischen Bevölkerung ist hier besonders amüsant.

Und das ist genau mein Punkt: Von der Argumentation her hat der Rechte in deinem Beispiel mehr Wahrheit auf seiner Seite. (Ne eigentlich nicht ganz er ist ja so blöd das Argument anzunehmen. Würde er im letzten Satz einfach Bullshit sagen, stünde es für ihn noch besser.)

Also präziese ausgedrückt: Du schaffst es nicht einen imaginären Rechten mit einem imaginären Linken diskutieren zu lassen (in der Absicht das der "Linke" gewinnen sollte nehme ich an), ohne dem Linken Lügen in den Mund zu legen. Macht dich das nicht etwas nachdenklich?
von Talron
13.03.2018 14:59
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'Gender'-Diskussion

@Rhanaya
Doch, "der letzte Jedi" schwingt schwer die SJW Keule und hat ne Menge handwerkliche Fehler.
Ja, so heißt die Keule jetzt auf Neusprech. Früher hieß sie nur "Moralkeule"... Und sorry, es gäbe so gut wie keine Auszeichnung für irgendeinen Deutschen Film, ohne die "Nazikeule" bzw. "Ausschwitzkeule" bzw "Aufarbeitungskeule"... Und egal zu welcher Zeit du nachsiehst findest du deine Keulen mit denen schrottige Filme oder Bücher versuchen sich ins Rampenlicht zu schlagen.
Wer im Ernst glaubt die Blechtrommel hätte ohne Aufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung tm irgendetwas gewonnen, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Wieviel innere Vergangenheitsbewältigung dabei beim Autor stattfand ist denke ich jedem Denkenden inzwischen klar geworden...
Sorry, aber Filme und andere Kulturprodukte moralisch/politisch aufzuladen um auch noch den letzten Dreck zu verkaufen ist echt keine Erfindung des Feminismus und auch nicht die Schuld des Feminismus. Das gab es so lange es Menschen gibt und es wird es solange geben solange es eben Trottel gibt die es dann kaufen. Fluch der freien Entscheidung. Hätten halt nicht von dem verdammten Baum essen sollen.... :devil:

@sagista
Auch nicht damit, dass die Rolle von Watson in "Elementary" auf eine Frau ungeschrieben wurde.
Da haben wir nochmal Glück gehabt, denn ich mag die Serie. Ich will das mal gerade so durchgehen lassen und nicht verlangen, dass du anerkennst, dass die Besetzung genial ist wie auch die ganze Serie. :censored: Habe heute meinen guten Tag.

@Lorlilto
Rechts: da sind 1 Million Zuwanderer von denen ein paar Gewalt gegen Frauen verüben! Wir müssen sie alle wegschicken!
"Links": hier sind 80 Millionen Leute von denen ein ebenso hoher Anteil Gewalt gegen Frauen verübt und das wird viel zu sehr ignoriert!
Rechts: Totschlagargument! Ihr links-feministen seht nur die wirkliche Gefahr nicht!
Merkst du es selbst, oder muss es dir erklärt werden?
Ich muss sagen, dass mir das was ich hier sehe mir auf der nationalen Ebene wirklich Sorgen macht. Niemand scheint sich auch nur mehr zu trauen irgendwelche Linken Positionen zu vertreten ohne auch gleich zu lügen bzw alternative Fakten zu verwenden.
Das fällt für mich so etwas unter "Humanität/Umweltschutz etc. und was auch immer darf nichts kosten" und das halte ich persönlich für die zur Zeit größte Gefahr für Deutschland, da ein großer Teil der Medien so argumentiert. Die Realität gewinnt aber eben immer. D.h. ich muss mich früher oder später mit den Folgen auseinandersetzen. Und da sehe ich die sehr große Gefahr, dass dann das Pendel aus Angst, Frust oder gar Verzweiflung massiv nach Rechts ausschlägt.Ganz zu schweigen davon, dass diese Einstellung (meines Erachtens nach) ,die sich bei Konfrontation mit der Wirklichkeit auf Verschwörungstheorien zurückziehen muss, mitunter für den massiven Antisemitimus innerhalb der Linken verantwortlich ist.
von Talron
11.01.2018 22:02
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'Gender'-Diskussion

@@Eulenspiegel
Tja, wäre wohl ehrlich gewesen. Ich halte das wieder für Fälle der Art: „Solange es nicht zum Verfassungsgericht kommt...."


@Madalena
So wenig ernst das von Andwari auch gemeint ist, so schwierig wird es, wenn man da wirklich verfassungskonform bleiben möchte.
Denn faktisch würde der Gesetzgeber damit ja sagen, dass Transsexuelle einfach einen Sparren haben. Ob das so wirklich mit Artikel 2 GG vereinbar ist, weiß ich nicht.

Einer der (vielen) Gründe warum ich es für generell nicht sonderlich schlau halten für das "gute Ziel" gegen Grundrechte zu verstoßen. Wenn man sich einmal außerhalb bewegt, neigt man dazu auch andere zu verletzen oder verletzen zu müssen.
von Talron
10.01.2018 15:23
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'Gender'-Diskussion

@Madalena
Auf das Thema bezogen: Gleichbehandlung vor dem Gesetz ist ein Prinzip, aber kein unausweichliches Dogma.
Gleichbehandlung vor dem Gesetz ist ein Prinzip, aber kein unausweichliches Dogma. Damit ergibt sich die Möglichkeit, hiervon in begründeten Fällen abzuweichen, z.B. wenn man dadurch Chancengleichheit herstellen kann. Natürlich nur wenn man dies für gerechtfertigt hält (im deutschen Verfassungsrecht setzt man an dieser Stelle eine Verhältnismäßigkeitsprüfung, politisch ist es eine simple Frage der Prioritäten bzw. eine Kosten-Nutzen-Frage).
Bist du dir da wirklich sicher? Wenn ich durch eine einfache Prüfung der Verhältnismäßigkeit mal eben Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat außer Kraft setzen kann...Du redest hier von Artikel 3 der Verfassung. Das ist pikanterweise auch jener in dem die Sache mit Gleichheit von Mann und Frau steht... Fällt mir persönlich jetzt sehr schwer das zu glauben...
von Talron
10.01.2018 08:18
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'Gender'-Diskussion

Madalena hat geschrieben:
09.01.2018 13:45
plett fehlt, da hier oft an jede Person(engruppe) ein anderer Maßstab angelegt wird.
Ein Maßstab an alle, ohne Ausnahme. Egal wie Arm, wie reich, wie stark wie schwach.
Wenn sie kollidieren muss ich mich für eines entscheiden.

Beispiel für Prinzipien auf staatlicher Ebene:
http://jochen-haun.de/?p=50 Verfassungsprinzipien.

Klar, darfst du deine eigenen Prinzipien und jede Regierung auch ihre eigenen Prinzipien nach belieben brechen und neu auslegen. Das ist selbstverständlich. Es gibt nirgends denn Zwang das die eigene Meinung konsistent, ausgewogen oder gar faktisch korrekt zu sein hat.

@Talasha
Ich weiß nicht, wie du darauf kommst. Mein Eindruck ist jedenfalls ein anderer. Die, die da ständig Willkürjustiz schreien, sind eher welche, die eine fordern, weil sie meinen, die Justiz solle immer dann streng oder nachsichtig sein, wenn sie selbst das gleiche finden - ungeachtert und bar jeder Kenntnis der rechtlichen Grundlagen für die jeweilige Entscheidung.
Bezog sich eher auf Tilims aussagen.
Ich weiß nicht, wie du darauf kommst. Mein Eindruck ist jedenfalls ein anderer. Die, die da ständig Willkürjustiz schreien, sind eher welche, die eine fordern, weil sie meinen, die Justiz solle immer dann streng oder nachsichtig sein, wenn sie selbst das gleiche finden - ungeachtert und bar jeder Kenntnis der rechtlichen Grundlagen für die jeweilige Entscheidung.
Wenn man das als fordern von Willkürjustiz sieht, dann haben wir schon Willkürjustiz. Für einzelne Vergehen und Verbrechen wird teils ein sehr breiter Rahmen an Bestrafung vorgesehen. Und was dann dabei herauskommt ist auch vom Richter/Schöffen als individuelle Entscheidung zu sehen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... haftstrafe
3,5 Jahre für einen Flaschenwurf ist natürlich eine harte Strafe, aber sie ist im gesetzlichen Rahmen. So ist weder das Urteil noch die Meinung, dass das Urteil zu hart ist, eine (Forderung nach) Willkürjustiz. (Auf Hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand sagt schon ein alter Spruch)
Ich weiß auch nicht, wie du weiter oben darauf gekommen bist, dass es sicher viele Frauen in der Forschung gibt, die "Forscher spielen und (Sinngemäß) ihr Nichtstun gern bezahlt haben würden" - das finde ich speziell bei einem Frauenanteil von über 50% in der Biologie gewagt. Die, die ich kenne, arbeiten genauso lange und intensiv wie die Männer, meist sogar mehr.
Habe ich nicht so geschrieben:
Talron hat geschrieben:Klar, gibt es eine Menge Feministinnen, welche sich unter Gleichberechtigung vorstellen, dass sie Managerin/Forscherin/Entwicklerin etc. "spielen" aber dafür dann gleich bezahlt werden. Aber ich habe mir sagen lassen, dass es auch gerade einen Mann gibt der Präsident spielt.
Talron hat geschrieben:Und beide haben dann gemeinsam, dass wenn sie irgendwann mal herausfliegen, dann sind alle anderen Schuld und ungerecht und sonstwas. Klar, fallen Männer da generell eher weniger auf, weil sie eben nicht glauben mit einem Sexismusvorwurf einfach durchzukommen oder zumindest Beistand zu erhalten. Bedeutet aber nicht, dass es nicht viele gerne so hätten oder es auch versuchen. Wer würde denn nicht gerne fürs Eierschaukeln bezahlt?
Ich sehe gerade, dass ich Menge mal wieder falsch verwendet habe. Eher in Sinne von Gruppe gemeint.
Mein Punkt war etwas anders: Fast jeder würde auch Geld fürs nichts tun annehmen und kaum jemand würde einen Forschungsdurchbruch ablehnen, weil er oder sie ihn eher zufällig oder sogar durch Nachlässigkeit erzielt hat... Das bezog sich auf Männer und Frauen. (Kaum ein Mensch würde zur von der guten Fee angebotenen Antwort sagen: „lass mal, ich will selbst drauf kommen.")
Ebenso sagt kaum jemand nein, wenn es heißt er oder sie solle für weniger Arbeit mehr Geld bekommen.
Das sehe ich einfach mal als grundsätzlich gegeben an. Klar gibt es auch hier Ausnahmen.
Klar, kann man das "spielen" nicht wirklich durziehen. Irgendwann fliegt man raus, sei es wegen Inkompetenz oder Faulheit. Daher versuchen das wohl auch nicht so viele konsequent. Mein Punkt war eigentlich nur, dass dies von der breiten Öffentlichkeit generell keinen Interessiert. Nur wenn es eben einer passiert die dann auch den Feminismus für sich entdeckt (oder auch vorher entdeckt hatte), dann kann es eben ein Politikum werden. Erst ist es dann Sexismus und später „hat nichts getan". Ihr männliches Gegenstück ist zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich schon in einer anderen Firma und arbeitet oder auch nicht. Es interessiert aber keinen, während sie sozusagen dann das Paradebeispiel für "Frauen" in dem Bereich wird. Erst als Diskriminierte und dann eben im negativen Sinne.
Mein Punkt war, dass das in jeder Gruppe Leute dieser Fasson gibt. Und einige kommen erst zu der Gruppe, weil es ihnen nützlich erscheint, weil sie glauben so noch etwas rausholen zu können. Es gibt im Feminismus solche Leute, wie überall. Der Unterschied ist eben, dass eben die anderen öffentlich nicht auffallen. Daher ist es für außenstehende so, als kämen sie nur vom "Feminismus".

PS: Biologen werden jetzt bezahlt?
von Talron
09.01.2018 13:23
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'Gender'-Diskussion

Hier geht einiges durcheinander:
1. "Seperated but equal" war eben nicht "equal". Wenn du als Schwarzer nicht auf einer Bank sitzen darfst weil du schwarz bist, dann ist das eben KEINE Gleichheit vor dem Gesetz.

2. Der Grundsatz: "Alle sind vor dem Gesetz gleich" muss erhalten bleiben. Gerade um Dinge wie 1 zu verhindern.
Es gibt allgemein so ein paar Grundsätze bei denen sich in der Geschichte gezeigt hat, dass wenn man sie weglässt, dann kommt da nichts gutes bei raus. Und ich finde nicht, dass man das so alle 60 Jahre mal ausprobieren kann ob das noch immer so ist.
Gleichheit vor dem Gesetz ist einer, ein anderer ist z.B. keine Strafe ohne Verurteilung sowie keine Strafe ohne Gesetz. Klar gibt es immer fälle wo jemand was macht, was man nicht richtig findet aber es ist eben "legal".

Oft kommt dann, ja aber für die gute Sache und die Strafen sind ja nicht so hoch und der/die ist doch nen Arsch. Wie mäßig das schon rein ethisch ist sei mal dahingestellt. Was dabei immer wieder übersehen wird ist, dass man damit die Bevölkerung schon an eine Willkürjustiz gewöhnt. Es ist normal. „Musst halt aufpassen was du sagst, musste man doch schon die ganze Zeit..."

Mag sein, dass es Feministinnen gibt die die Abschaffung dieser Praktiken fordern und gerne Willkürjustiz nach ihrem Gutdünken hätten. Ja, mag sein, dass es aus dieser Richtung zur Zeit oder in den letzten Jahren am lautesten kam.
Aber schon Hitler hat so seine deutsche Staatsangehörigkeit behalten dürfen, obwohl er eigentlich nach Österreich hätte abgeschoben werden müssen. (Putschversuch!) Das hatte mal garnichts mit Feminismus zu tun.

Zu den Historischen Abläufen hat Wanderer ja schon geschrieben.

Und die Statistik zum PayGap bestätigt eigentlich nur meine Vorurteile gegenüber Statistiken. Polen und Slowenien sidn unter 5%...Also braucht man wohl eine Regierung wie in Polen, damit es mit der Gleichberechtigung mal klappt... Im ernst: Die Frage ist wie du rechnest. Das hat Eulenspiegel schon aufgeführt. Je nach dem komme ich auf unterschiedliche Zahlen. In Deutschland haben wir noch zumindest 40% Tariflohn, also von denen wäre wohl keiner Betroffen. War auch mal mehr, ist aber eine andere Geschichte. Dann als Minijobber bekommst du meist eh den Mindestlohn (oder einheitlich wenig), also gibt es sich da auch nicht viel. Beamte fallen hier natürlich auch gleich mal raus und wahrscheinlich ein großteil der Öffentlich Angestellten. Wenn hast du es eher in den Oberen Gehaltsklassen und da lässt sich die "gleichwerigkeit" der Arbeit auch kaum noch zeigen.
Meine persönliche Vermutung wäre, wenn du morgen von einem Dschinn den Wunsch erfüllt bekämst, dass von Morgen ab Frauen für die selbe Arbeit das Selbe verdienen, dann würde sich an den Zahlen zum PayGap für Deutschland wenig ändern. Wenn du die Tarife für Pflege und Betreuungsberufe raufsetzt, dann schon mehr.

@Tilim
Ok, I bite. Seit wann waren denn Nazis für Diversität?
@Madalena
Man sollte auch nicht vergessen, dass Prinzipien und Grundsätze keine Regeln sind, die zwingend zur Anwendung kommen müssen, sondern Leitlinien an denen man sich orientieren soll, und die sich ggf. anderen Leitlinien unterzuordnen haben.
Naja, was ist ist eine Sache. Aber sie sollten schon feste Regeln sein. Ich meine diese Diskussion hatte doch schon jeder mindestens einmal mit einem Spieler/ einer Spielerin mit Prinzipientreue, welche(r) es eher so alle Piratenkodex auszulegen versuchte.

Grundsätzlich sollten Prinzipien NIE verletzt werden. Wenn es dennoch passiert ist das sehr schlecht.... (Und sollte gerade wenn der Staat es tut juristische Konsequenzen haben)
Außer die Prinzipien waren an sich schlecht. (Kein Einsatz der Bundeswehr im inneren VS Schmidts Rettung Hamburgs (Flut))
von Talron
08.01.2018 17:08
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'Gender'-Diskussion

Ja, Feminismus ging immer von der Mittleren Oberschicht und Oberschicht aus. Und oft hatten diese Frauen wirklich keine Ahnung, was die Situation der Frauen in der Arbeiterklasse betraf.
Und ja, da kann man eine Menge herumphilosophieren wie viel davon auch in z.B. der Prostitutionsdebatte steckt, in allen Richtungen.


Das ist sicher nicht zu verleugnen, betrifft aber Feminismus sowie so ziemlich jede andere Ideologie. Liberalismus ist da wohl das extremste aller Beispiele. (Eigenverantwortung solange die Banken gerettet werde...)

Klar, gibt es eine Menge Feministinnen, welche sich unter Gleichberechtigung vorstellen, dass sie Managerin/Forscherin/Entwicklerin etc. "spielen" aber dafür dann gleich bezahlt werden. Aber ich habe mir sagen lassen, dass es auch gerade einen Mann gibt der Präsident spielt.
Und beide haben dann gemeinsam, dass wenn sie irgendwann mal herausfliegen, dann sind alle anderen Schuld und ungerecht und sonstwas. Klar, fallen Männer da generell eher weniger auf, weil sie eben nicht glauben mit einem Sexismusvorwurf einfach durchzukommen oder zumindest Beistand zu erhalten. Bedeutet aber nicht, dass es nicht viele gerne so hätten oder es auch versuchen. Wer würde denn nicht gerne fürs Eierschaukeln bezahlt?
Gleichheit kann man nicht Rosinenpicken.
Sorry, aber jeder Rosinenpickt seine "Gleichheit". Das ist keine Besonderheit des Feminismus. Klar, mag es da einige geben die soll voll drauf sind, dass sie das auch noch offensiv vertreten. Sei es weil sie nicht merken, was sie sagen oder weil sie einfach den Bezug zur Realität verloren haben. Aber das findest du in wirklich jeder politische Gruppierung.
von Talron
28.12.2017 08:46
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'Gender'-Diskussion

Das führt im Fall von "Ereignissen von Interesse" dazu, dass "der Schnellste" (erstmal) gewinnt, egal wie korrekt und fundiert das ist, was berichtet wird. - Und dann (gerade bei Ereignissen spät abends und bei unklarer Faktenlage merkbar) dazu, dass einer beim anderen abschreibt und die Ungenauigkeiten oder "Unwahrheiten" repliziert.
Naja, ich glaube das Hauptproblem ist eben keine Ahnung. Wenn man sich mal die Resorts von einzelnen Reportern ansieht. Ich glaube das Abenteuerlichste war mal Umwelt, Klima, Gender, Politik, Energiewende, Soziales oder ähnlich, geschrieben einen Artikel über den Nahen Osten glaube ich.
Bei vielen Sachen, aktuell Trump kürzt das UN budget um 200 Millionen und Trump verlegt die Botschaft, da sehe ich die Überschrift und wusste schon Bullshit. Aber das hängt halt einfach davon ab, wieviel man über Politik weiß bzw ob man weiß, was der amerikanische Präsident kann und was er nicht kann.

Etwas anders sieht es bei der Springerpresse aus. Die können sich dank ihrer Größe halt noch "Experten" und auch Meinungspluralismus leisten.
Und dann kommt natürlich noch das Betriebsklima dazu. Du kannst als nüchterner Experte eben bei der Bild wesentlich besser "überleben" als bei einem politischeren Blatt. Kein Mensch hört gerne, dass das was er oder sie glaubt eigentlich alles Moppelkotze ist,Journalisten und Redaktionsleiter eingeschlossen (Heißt nicht, dass die Bild/Welt alles supi macht und nicht sehr gerne mal übertreibt gerade um besser verkaufen zu können, heißt nur sie haben ein Potential, dass sie manchmal auch nutzen, was anderen eben fehlt).

Ich habe aber den Eindruck, dass wir langsam in eine andere Richtung steuern, weil eben der Vertrauensverlust der Medien bei ihren Lesern zu einem wirtschaftlichen Problem wird. Daher glaube ich zumindest, dass die Berichterstattung ehrlicher werden wird. (Beim Spiegel habe ich da ganz konkret den Eindruck verglichen mit 2013/2014/2015.)
von Talron
27.12.2017 18:31
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'Gender'-Diskussion

Ich schreibe nur einmal zu den ersten 3:30 min. Zum einen weil ich gerade keine Lust habe es ganz anzusehen, zugegeben, zum anderen weil es für die vollen Zwanzig Minuten entweder auf ein zu allgemeines Blabla hinaus läuft oder eben auf ein Wall von Text.
Hypothese:
Die "neue Linke" projeziert die alten sozialistischen Denkensmuster auf kulturelle bzw sexuelle Identitäten.

Ja, kann man so sagen. Aber faktisch geht es in meinen Augen viel mehr darum abbitte dort zu leisten wo es nicht weh tut. Wenn deine Mutter schon eine bekannte Schauspielerin ist und du in Film und Fernsehen oder auf eine entsprechende Akademie wegen deines Namens allein und wenn nötig eben mit dem Namen deiner Mutter kommst ist es toll von dir zu verlangen, dass deine Universität vielleicht noch ein Stipendium für einen Schwarzen vergibt. Es kostet dich nichts. Muss deine Mutter aber auf ihr sehr hohes einkommen 10% Punkte mehr steuern zahlen, dann ist dies eine andere Geschichte. Klar würde das zweite der Gruppe der Schwarzen wesentlich mehr helfen, wenn dieses Geld dann eben in die Schulen in schwarzen Vierteln fließen würde als ein Stipendium was womöglich auch noch dein Adoptivbruder bzw Sohn seines Freundes bekommt.

Das die ganze postmoderene Geschichte ziemlich antiintellektuell ist, kannst du auch bei Noaman Chomsky hören. Ich halte den Punk für ziemlich unstrittig.

Sein Ausblick, dass die meisten Menschen dagegen sind und das man an der Seite dieser Menschen gewinnen wird teile ich. Das gilt in meinen Augen noch wesentlich stärker für Deutschland, weil es hier eine wesentlich stärkere Arbeiterbewegung gab und gibt.
Und gerade für die SPD wird das ziemlich üble Folgen haben, sollte es zu Neuwahlen kommen um mal ganz konkret zu werden.

Zu den Medien muss man sich nur einmal überlegen, dass die Bildzeitung immer mehr als einzige Zeitung wirklich elementare Verfehlungen der Justiz, Gesellschaft und Regierung benennt. (Urteil zur Diskriminierung von Juden bei Fluglinie, Antisemitische Demonstrationen)
Also ja auch dort hat er recht, dass viele Medien eben wirklich in ihrer kleinen Kugel sind. Man könnte sagen, dass es am Markt liegt (wie Talasha andeutet), aber leider stehen da die öffentlich-rechtlichen im Raum. Deren Falschberichterstattung bzw. Verschweigen übertrifft in meinen Augen alle größeren Verlage qualitativ. Die Überlegung am Markt entlang stimmt sicherlich und ist sicherlich relevant. Aber eben eher warum Zeitungen nie die 100%ige Wahrheit schreiben (sondern lieber was ihre Leser hören wollen).
Ein einfaches Beispiel: Wie oft haben zum Beispiel die öffentlich rechtlichen schon über Trumps Verlegung der Botschaft nach jerusalem berichtet? Und wie oft gab es die entscheidende Information, dass es im Prinzip nur das Akzeptieren eines Gesetzes aus dem jetzten Jahrtausend war? (Würde irgendjemand aufhören wegen dieser Zusatzinformation die Zeitung zu lesen?)
Wieder ein anderes Beispiel (Spiegel, t-online news zuerst gesehen), dass Trump der UN 200+ Millionen gestrichen haben soll gerade im Zusammenhang mit der Jerusalementscheidung. Der Spiegel hat inzwischen korrigiert und klargestellt, dass die Kürzung schon vorher feststand, von der UN beschlossen wurde und eigentlich nichts mit der Resolution gegen die USA zu tun hat und sich natürlich auf das gesammte UN Budget bezieht an dem die USA einen Anteil von ca. 20% haben.
von Talron
08.11.2017 22:21
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'Gender'-Diskussion

@Rhonda Eilwind
Das ist nicht als wie auch immer versteckter "Vorwurf" gemeint - ich denke, dass sehr viele hier Mitdiskutierende und Mitlesende das durchaus problemlos mitschneiden, weil hier sehr viele geisteswissenschaftlich orientierte und gebildete Leute unterwegs sind . Nur wenn ich persönlich mal komplett neben der Spur laufen sollte - bitte nicht wundern.
Wenn der Eindruck entstanden ist das ich da sehr tief drinn bin, dann liegt der falsch.
Faktisch ist es von mir nur eine Beobachtung meiner selbst und meines Umfeldes.
Vielleicht ein sehr interessante Anekdote.
Unsere Relilehrerin hat uns mal einen Film über Abtreibung gezeigt. Kurz, ein besonders "mutige" Frau hat beschlossen ein Kind das 0 Überlebenschancen hatte auszutragen, damit es dann in ihren Armen sterben konnte.
Soweit die Handlung des Filmes, jetzt zum interessanten Punkt im Film. Diese Frau hatte noch zwei weitere Kinder. Einen Jungen (Grundschule wenn ich nicht irre) und eine Tochter die etwas älter war. (Wenn ich mich richtig erinnere 9-10 maximal 12)
Der Junge es natürlich ganz toll was seine Mutter tat und verstand nicht warum man in einem so tollen Land wie Deutschland Babies tötet.
(Ja, das erinnert etwas an die do no harm argumentation)
Warum mir der Film mir aber in Erinnerung geblieben ist, war seine ältere Schwester. Ich kriege die Argumentation von ihr nicht mehr ganz 100% Wortgenau zusammen und tue ihr vielleicht etwas Unrecht, aber sie ging ungefähr so:
Sie versteht nicht ganz warum ihre Mutter das tut. Das Kind wird so oder so sterben. Sie riskiert damit ihr leben und hat sie nicht eigentlich auch eine Verpflichtung als Mutter gegenüber uns (gemeint ihr Bruder und sie).
Das hat mich dann echt fast vom Stuhl gehauen. Anscheinend ist dieses Mädchen locker in der Lage die "Männermoral" auf wirklich hohem Niveau anzuwenden (wenn es einen Himmel gibt hat Kant garantiert auf sie herunter gelächelt). (In einer für sie sehr emotionalen Situation, wahrscheinlich entgegen den Einflüssen ihres Umfeld. Kurz: Dieses Mädchen hatte wirklich den Mut sich ihres Verstandes zu bedienen)
Wenn ein großteil der Frauen in England diese Entwicklungsstufe nicht mehr erreichen, dann würde ich darauf wetten, dass das weniger(Euphmismus für nichts) damit zu tun hat, dass sie Frauen sind (allerhöchstens indirekt*) und viel mehr damit, dass im Bildungssystem von der Schule bis zur Universität einiges im argen liegt.
*Ich kann mir nur in soweit vorstellen, dass es eben daran liegt, dass im Bildungswesen mehr Frauen arbeiten und Mädchen sich eben ihre Moralischen Vorbilder daher vielleicht stärker bei den Lehrerinnen suchen. Jungs möglicherweise eher außerhalb. Bzw Mädchen in besonderem maße einer negativen (Entwicklungshemmenden) Beeinflussung ausgesetzt sind*

Ja, ich argumentiere nicht sonderlich wissenschaftlich. Aber das geht schlicht so massiv gegen meine Erfahrungen, dass ich mir da ziemlich sicher bin. Vielleicht zu sicher, mag sein.
von Talron
08.11.2017 10:41
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'Gender'-Diskussion

@Rhonda Eilwind
Ich habe aber den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht, entschuldige bitte. Ich denke, dass, wenn es Unterschiede im "Versorgungs"-Denken oder "Gerechtigkeitsempfinden" gibt, die u.a. darauf zurückzuführen wären, dass Frauen im Sozialismus weniger auf die Rolle der Haushüterin festgelegt waren, die dem "arbeitenden Mann" den Rücken freihält. Im Gegenteil war ja gefragt, dass die Frau selbst ihren eigenen Beitrag zum Aufbau des Sozialismus leistet, statt nur zu Hause zu hocken.
Glaube nicht das dies der Grund ist. Gerechtigkeitsempfinden entwickelt sich in der Schulzeit bis vielleicht in ein Alter von 20 bis 25. Zwar lag da in der DDR einiges im argen, aber es gab eben keine Identity politics. Es war eben eine "Arbeiterpolitik" wenn man es so bezeichnen mag. Daher glaube ich, dass auch in Westdeutschland sozialisierte Frauen des selben Alters ebenso geringere Unterschiede aufweisen.
In England kommt noch dazu, dass es dort generell ein starkes Schichtendenken gibt. Beides steht der entwicklung von im Artikel beschriebener "erwachsener Moral" entgegen, weil es eben genau das Gegenteil fordert. Preferieren von Leuten die so sind wie du.

@Madelena
Straßenverkehr ist ein schönes Beispiel. Schließlich belegen alle Statistiken, dass Männer viel vorausschauender Auto fahren und alle Regeln befolgen, und deswegen auch seltener in Unfälle verwickelt sind.
http://www.auto.de/magazin/wer-faehrt-b ... r-maenner/
Nunja, ähm...Tja... Deine Ansichten sind ja so 2000 (Mir ist klar, dass dies Ironie ist)... Hat sich auch geändert.
Problem bei solchen Statistiken ist einfach: Wenn 90% jener die lange Strecken unter Zeitdruck fahren müssen Männer sind...Wenn es dann aber eben "nurnoch" 70% Männer sind ändert sich schon das Bild. Daher wenn man das Fahrverhalten von Männern und Frauen untersuchen möchte ist der im Artikel beschriebene Ansatz sicher besser. Und siehe da, vieles hätte man so nicht erwartet und die Unterschiede gehen auch zurück.

@Tilim
"weiblich" A führt zu Schaden, B führt zu keinem Schaden
Deshalb ist A Schlecht und B gut
C1+C2+C3 +D1+E1 > A
Demnach ist A richtig.

Das "weibliche" Beispiel ist ganz klar kein Ulilitarismus.
Wo hast du das aber jetzt her? Kann ja sein, dass dies so in der Studie steht, aber ich habe nunmal kein Zugriff auf die Studie. Und desweiteren halte ich schon eine Verallgemeinerung der Ergbniss von England auf Deutschland für nicht so ganz zulässig aufgrund der Tatsache, dass einige Trends aus England in Deutschland noch nicht so wirklich Fuß gefasst haben und es wahrscheinlich auch nicht werden. Alice Schwarzer z.B. fährt mit ihrem 2. Welle Feminismus noch sehr erfolgreich gegen die dritte Welle. Und wenn man sich z.B. die Identity Politics und die dritte Welle in Amerika ansieht dann stellt man ein ideologische Nähe zum Antisemitismus fest. (Für England gilt ähnliches)
Beispiel:
https://www.insidehighered.com/news/201 ... t-movement
In Deutschland geht es eher in die Richtung, dass BDS verboten werden soll.
http://www.taz.de/!5442388/
Oder kurz in Deutschland gibt es viele (und da schließe ich mich mit ein), die alles was irgendwie mit einer Obsession über die Juden oder Israel daher kommt für toxisch für die Gesellschaft als solche halten. Und hier reden wir gerade von Institutionen in welchen die Moralischen Vorstellungen gebildet werden (direkt oder indirekt). Sprich: Wenn du eine toxische Ideologie an deinen Universitäten/Schulen duldest, welche vorallem Frauen als Ziel hat, dann ist es nicht verwunderlich, dass bei vielen die Moralische Entwicklung weit hinter ihrem Potential zurück bleibt.
Um zu glauben, dass dies ein generelles Problem von Frauen allgemein ist, kenne ich zuviele Gegenbeispiele.
von Talron
07.11.2017 22:53
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'Gender'-Diskussion

@Rhonda Eilwind
Es ging mir nicht um Frauen und Arbeit oder Geschlechterrollen, sondern ganz Konkret um den angesprochenen Aspekt des "Gerechtigkeitsempfinden". Es würde mich nicht wundern, wenn sich dort signifikante Unterschiede finden ließen.

@Madalena
Die Dinge, die du hier den Männern zuschreibst, gehen für mich allesamt NICHT aus dem hervor, was du zitiert hast.
Alle Artikel zeigen, dass Männer sich am meisten sorgen um
Effizienz
Fairness
Utilitarismus
Frauen hingegen um
Gefühle (Affektive Reaktionen)
Relativismus
Direkte Konsequenzen
Vieles davon steht in "Figure 7" (Darstellung 7)
Frau: Primarily respect feelings (Respektieren von Gefühlen als Primär)
Who will be hurt (Wem schadet was, direkte Konsequenzen)
Believe in Contextual Relativism (das wäre der Relativismus)

Im Gegensatz Männer:
Seek solution that are objectively fair ->Fairness.

Naja und jetzt wirds falsch bzw ich finde es nicht:
Utilarismus gehört eher zu Frauen (Seeking solution to minimize hurt)
Und Effizienz kann ich auch nirgends finden....Ist auch ein seltsames Wort in dem Zusammenhang....
Kann man vielleicht in Value decisiveness und make unambiguous decisions reininterpretieren, aber ich bekomme davon etwas Bauchschmerzen...
Naja, ich hoffe es hilft dir etwas. Zugegeben von 0 aus 3 zu 1 aus 3 ist nicht wirklich so die Leistung, aber es ist schon spät, vielleicht habe ich es nicht finden können.
von Talron
07.11.2017 09:59
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'Gender'-Diskussion

Bin ich der einzige der gerade darüber nachdenkt, dass vor dem Hintergrund des von Tilim veröffentlichten Artikels es nicht interessant wäre zu sehen, wie die selbe Studie aussähe wenn ich drei Gruppen betrachte:
1. Frauen sozialisiert in Ostdeutschland.
2. Frauen sozialisiert in Westdeutschland. (Selber Zeitraum)
3. Jüngere Frauen sozialisiert nach der Wende.

(Man kann natürlich zur Vergleichbarkeit noch Männer dazunehmen, aber ich fände den Unterschied zwischen diesen drei Gruppen, gerade im Vergleich zu England durchaus interessant)
Gerade wenn man sich zwei sehr bekannte Frauen ansieht: Hillary Clinton und Angela Merkel, war zumindest für mich sehr erstaunlich das Hillary Clinton in ihrer "Campaign" Fehler gemacht hat, die Merkel niemals unterlaufen wäre. Und wenn ich darüber nachdenke liegt da vieles sehr nahe an denen in der Studie beschriebenen unterschieden zwischen Männern und Frauen.
Kurz: Es würde mich nicht wundern, wenn die genannten "Unterschiede" (Und sind wir mal ehrlich man muss schon blind sein, wenn man nicht erkennt, dass die beiden Moralstrukturen dich für völlig andere Bereiche prädestiniert) weniger stark ausfallen oder unter Punkt eins sogar verschwinden(Im Vergleich zu Männern dann).
von Talron
30.10.2017 09:26
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'Gender'-Diskussion

@Tilim
Es geht doch im Endeffekt um Geld. Da sind wir uns doch einig. Für einige geht es auch um Karriere, das ist für mich aber im Regelfall nur eine andere Form von Geld (Stichwort Humankapital, physisches Kapital). Wenn Leute Geld fürs Kinder kriegen bekommen möchten, geht es um Geld.
In diesem Fall müssen wir das Konzept "Kind" auf seine wirtschaftlichen Eigenschaften reduzieren/ abstrahieren. MMn, wird von vielen hier im Thread, diese Abstrahierung nicht trennscharf (genug) durchgeführt.
Und wirtschaftlich gesehen ist ein Kind nicht mehr als eine Yacht. Es kostet Zeit und Geld. Genau wie eine Yacht.
Eine Yacht zahlt in der Zukunft keine Steuern!

Die Regierung hat (auch wenn man das aus irgendwelchen Gründen zur heutigen Zeit nicht mehr genehm ist es so offen zu sagen) eine primäre Pflicht und zwar den Staat zu erhalten und zu stärken. (Wie jeder Manager in einer Firma auch)

Kinder sind dafür eine Notwendigkeit, Yachten sind keine Notwendigkeit. Daher ist es nicht ersichtlich warum Yachten gefördert werden sollten.
Der Staat ist eben nicht dafür da irgendjemanden "glücklich" zu machen. Sondern im Prinzip eigentlich dazu da den eigenen Fortbestand zu gewährleisten. Und glaube mir da lässt sich bessere Kinderbetreuung sehr gut rechtfertigen. Was sich z.B. nicht rechtfertigen lässt ist eine freie Universitätsbildung wenn man dann ins Ausland geht. (Da wären so ca. 10 bis 15k pro Semester wohl angebracht als Nachzahlung). Aber die Kita an der Uni, ja die lässt sich rechtfertigen.

Ich sehe es für den Staat als völlig gerechtfertigt an zu sagen: Entweder du hast Kinder oder du zahlst höhere Steuern, denn wir brauchen Kinder. Ganz zu schweigen von den sekundären Effekten auf die Entwicklung von Kindern durch bessere Betreuung. (Weitere positive Effekte für den Staat!)

@Suilujian
Nach derselben Logik hätte es nie Rassentrennung in den USA geben dürfen. Immerhin hätten doch Firmen, die bereit waren, kompetente Schwarze einzustellen, einen Marktvorteil gehabt.

... nur leider mit dem Problem, dass viele Rassisten nicht bereit waren, mit Schwarzen zusammen zu arbeiten oder bei Firmen Kunde zu sein, die Schwarze einstellten. Und dem nachgelagerten Problem, dass sich kein Chef Ärger mit der KKK einhandeln wollte.
Naja, das hätte ja schon vorausgesetzt, dass Schwarze überhaupt die Chance gehabt hätten die selbe Bildung zu erhalten wie Weiße. Nicht so ganz der Fall gewesen und damit hatte auch der KKK eine Menge zu tun.
Daher ist hier keine wirkliche Äquivalenz gegeben. Wenn man sich den Gender-Pay-Gap (weniger Geld für selbe Arbeit) genauer ansieht stellt man fest, dass er immer kleiner wird, je enger man "gleichen Job" definiert. Teilweise verschwindet er ganz oder kehrt sich sogar um.
Der allgemeine Gehaltsunterschied bei gleicher Arbeitszeit und ähnlicher Qualifikation ist eine andere Sache. Hier liegt der Krux darin, dass es gerade eben im Pflegesektor/Gesundheitssektor der Fall ist, dass dort sehr viele Frauen Arbeiten und ihre Arbeit als unterbezahlt gilt. Aber sie sind direkt/indirekt vom Staat angestellt. (Ihr Gehalt hängt u. A. davon ab wieviel die Krankenkasse zahlen möchte.)
Das setzt sich dann natürlich noch fort in dem es Aufsichtsräte in Krankenhäusern gibt, welche von Politikern besetzt werden, welche 6-Stellige Summen faktisch fürs nichts tun bekommen. Kurz: Neben der Startup-Szene(wir brauchen gerade jetzt X also zahlen wir auch mal mehr, jetzt haben wir viele also zahlen wir weniger und sparen ein. Wer es annimmt ist selber schuld etc.) ist es vor allem die öffentliche Hand die ungleich bezahlt. Und da hilft mehr Transparenz oder irgendwelche Gesetze zur gleichen Bezahlung sehr wenig. Warum? Weil sich der Unterschied nicht aus der Differenz der Bezahlung bei gleicher Arbeit ergibt, sondern eben aus der ungleichen Verteilung der Geschlechter auf unterschiedliche Jobs.
von Talron
28.07.2017 09:21
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'Gender'-Diskussion

Schaffen wir doch einfach deutsch ab und führen Englisch ein. Ein Verlust wäre natürlich unsere genialen Zusammengesetzten Wörter und deren Variationen. Das Trumpeltier wäre schon ein schwerer Abschied.
von Talron
23.07.2017 17:34
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'Gender'-Diskussion

Der Wanderer hat geschrieben:
23.07.2017 16:40
Thargunitoth hat geschrieben:
22.07.2017 17:36
Dementsprechend halte ich es übrigens für genauso sexistisch einer Frau die Tür aufzuhalten wie sie auf ihren Körper zu reduzieren.
Joa. Ist jetzt ein bisschen Definitionssache, weil Sexismus als Diskriminierung definiert ist, und Diskriminierung als Benachteiligung oder Herabwürdigung. Das wäre in der konkreten Handlung ja nicht gegeben, eher im Gegenteil. Wobei natürlich die Bevorzugung in solchen Gentleman-Gesten einem Rollenverständnis folgt, dass durchaus diskriminierende Elemente beinhaltet - ist halt komplex. Definitiv wird aber auf das Geschlecht der Person abgestellt, das macht man bei Männern ja nicht.

Und es ist natürlich etwas albern und heuchlerisch, wenn eine Frau (zu Recht!) darauf beharrt, nicht mehr entsprechend den alten, eher bis klar diskriminierenden Verhaltensmustern und Rollenbildern behandelt zu werden, aber gleichzeitig die angenehmeren Seiten (Männer sollen sich wie Gentleman verhalten, das Essen bezahlen etc.) haben wollen. Trifft sicherlich nur auf eher wenige Frauen zu, aber gibt's oft genug. Allerdings weniger bei Leuten, die sich damit auseinandergesetzt haben.
Lustige geschichte dazu: Hatten die Diskussion auch mal über das Türe aufhalten. Bin mir ehrlich nicht mehr so ganz sicher in welchem Zusammenhang genau. Keine Woche später bin ich spät drann für eine Vorlesung und mir hält eine 1.60m Kommilitonin die Tür auf. Theorie und Praxis eben...Generell ist es in Deutschland doch auch so, dass die Rechnung eher geteilt wird, außer es besteht ein deutlicher Vermögensunterschied.

Ich habe irgendwie den Eindruck, dass auf ziemliche Nebenschauplätze ausgewichen wird, weil eben über brisantere Themen nicht so gern geredet wird. Ich meine Prostitution ist doch hier das beste Beispiel. Wenn man sich mal anschaut wie wenig wert dort vom Gesetzgeber auf die sicherheit am Arbeitsplatz gelegt wird, ganz im Gegenteil z.B. bei der Industrie.
von Talron
24.02.2017 18:06
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Re: Trump - jetzt gehts los

Talasha hat geschrieben: Dann verdonnere sie doch zur Umkleide oder Toilette des psychischen Geschlechts.
Warum um alles in der Welt soll jemand wie Michael Hughes in die Frauentoilette? Der Mann trägt einen BART!
Oder wie würdest du dich fühlen wenn Jenna Talackova zu dir in die Männerumkleide käme?
Oder um es mal um zu drehen: Wenn du auf die Frauentoilette und -Umkleide müsstest?
1. Dir ist schon klar, dass dies nicht sonderlich ich sage mal sinnvoll ist. Gerade weil eben viele eine gewisse sagen wir mal Unsicherheit haben.
2. Wenn ich mich nicht irre, hat er es auch ohne freien Zugang zu Frauentoiletten geschaft 4 Frauen zu ermorden...
3. Don't care.
4. Don't care.
Transgender haben welchen Anteil an der Bevölkerung? 1% oder weniger?
Sorry, aber warum sollte es mich interessieren wo eine solch gerine Minderheit auf die Toilette geht. Ich finde die ganze Debatte absurd...
von Talron
15.10.2015 15:48
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Re: 'Gender'-Diskussion

Und warum sollte das Prall gefüllte Bankkonto eines Beckenbauers nichts zählen?
von Talron
08.10.2015 16:40
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Re: 'Gender'-Diskussion

Der Wanderer hat geschrieben:
Aber inwiefern spielt das nun eine besondere Rolle? Wir sind ja durchaus in der Lage, uns über gewisse Dinge zu "erheben". Wir sind ja nicht im Jahr 1.000.000 BC stehengeblieben, und gerade unter dem Faktor Kultur (den ich übrigens nicht als Gegensatz zur Natur sehe, sondern eine Erweiterung) ändern sich manche Erfordernisse.
Naja, nicht so ganz 1.000.000 BC aber rein evolutionär ist in den letzten 10.000 Jahren eher weniger passiert. Es ist eben der Ansatz, den man wählt. Versuche ich das menschliche zusammenleben zu verbessern in dem ich die natürlichen Eigenarten des Menschen berücksichtige (So haben wir z.B. viel zu wenig Schulsport und allgemein bewegung was natürlich sehr schlecht für unseren Körper und auch für die geistige Leistungsfähigkeit ist. Wir sind dazu ausgelegt 20km pro Tag zu laufen. Jetzt kann man sagen wir leben ja nicht 1m BC, aber unser Körper tut es eben noch in gewisser weise.)
oder erwarte ich schlicht das sich der Mensch ändert um sich meiner Ideologie anzupassen. Gerade gegenüber Kindern halte ich das erstere für den besseren Ansatz.
von Talron
08.10.2015 11:51
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Re: 'Gender'-Diskussion

TrollsTime hat geschrieben:Aus der "Zeit"
http://www.zeit.de/kultur/2015-08/gende ... en-10nach8

Recht ambivalent, wenn ihr mich fragt...
Naja, das Problem ist eben, dass es einen Grund hat warum die Geisteswissenschaften gerade nicht die Genderstudies verteidigen.
Die meißten wissen, dass sie was Wissenschaftlichkeit angeht gerade im Vergleich zu den Naturwissenschaften (gut Mathe mag hier bei den Geisteswissenschaften die Ausnahme sein) sehr schlecht dastehen. (Vom finanziellen Bringeffekt ganz abgesehen)

Gerade die Psychologie tut zur Zeit sehr viel um das intern zu verbessern. Experimente reproduzierbar machen etc. (Das ist in den Geisteswissenschaften nunmal um einiges schwerer als in den Naturwissenschaften. In den Naturwissenschaften gilt eben beweise es mir zwei mal oder es stimmt nicht, grob gesagt. Das ist natürlich sehr toll, weil man es eben grundsätzlich besser beweisen kann und daher stimmt auch so ziemlich alles in den Naturwissenschaften in einem gewissen Toleranzrahmen.)

Die Genderstudies sind (wie der Wanderer angedeutet hat) eben am unteren Rahmen der Geisteswissenschaften. Wenn du selber weißt, dass man in deiner Abteilung wahrscheinlich mehrer Probleme finden würde, dann versuchst du dich nicht mit den schlechteren zu assozieren. Darum gibt es ja gerade eben immer wieder versuche sich in Projekten mit den Naturwissenschaften einzubinden.

Es ist weniger Naturwissenschaften Vs Geisteswissenschaften. Die Geisteswissenschaften haben schlicht ein internes Problem. Viele wollen es lösen, aber einige eben nicht. Und der Anteil derer die es nicht lösen wollen ist eben in den Genderstudies höher. Daher eher kein Bündniss.
Das ist nicht anderes mit Freudianern in der Psychologie oder auch Heidegger in der Philosophie.
von Talron
02.10.2015 14:23
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Re: 'Gender'-Diskussion

TrollsTime hat geschrieben:@ Mithrandir
Oft beides. Eine "bunte Welt" ist schöner, oder?
Das kommt auf die Betrachtungsweise an. Eine einheitliche Welt ist ökologischer.

Das ist etwas, das sehr, sehr weit geht.
Das klassische Beispiel ist Nahrung:
Wenn genetische veränderte Soysorten/Algen etc. genauso Gesund oder sogar gesünder sind, sollte man dann auf "Farbe" in der Ernährung verzichten, weil eben die Belastung der Umwelt mal schnell um 60-80% reduziert werden kann.
Gerade wenn man bedenkt, dass gerade Entwicklungsländer eben viel stärker auf natürliche Nahrungsressourcen wie z.B. Fische angewiesen sind...

Damit öffnest du eine ziemlich große Dose Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Was ist besser, alle haben einheitliche Schulkleidung oder einige können sich individuell ausstatten und andere gehen in Lumpen in die Schule. Das ist nicht so offensichtlich, wie du es hier hinstellst. Ohne das ich jetzt ein Kommunist bin.

Das kann man sich oft nicht richtig vorstellen, aber wenn man sich z.B. mal eine Fabrik für Kartonverpackungen angesehen hat, dann ist klar warum es eben nur die Einheitsgrößen gibt. Mehr größen würden sich nicht rentieren. (Verschieden große Kartons sind schwer zu stapeln, die Maschienen sind sehr teuer etc. pp)

Ich persönlich bin sehr viel eher auf der Seite lieber das Produkt 10% besser und zu 90% der Ressourcen als in verschiedenen Farben und Designs und Ausführungen. Damit stehe ich eher alleine da, ist mir schon klar...
von Talron
02.10.2015 10:58
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Re: 'Gender'-Diskussion

TrollsTime hat geschrieben: Die Dame kommt an keiner Stelle als Männerhasserin rüber, ganz im Gegenteil.
Sie kritisiert nur, dass sich "männlich Experten" nicht mit Produkten "weiblicher (oder feministischer) Experten" auseinandersetzen.
Das ist doch EXAKT DAS, was du teilweise Genderfanatikern vorwirfst.4
Es gibt keine feministische Physik, es gibt keine feministische Mathematik und es gibt keine feministische Biologie und auch keine feministische Wirtschaft.
Atome verhalten sich nicht anders, nur weil ich einer Ideologie anhänge. Der Aktienmarkt verhält sich nicht anders. Wissenschaft beschäftigt sich damit zu erklären was da ist und nicht damit sich Welten zu erträumen. Natürlich könnte eine feministin über Ökonomie ein Buch aus feministischer Sichtweise schreiben und dabei die Wissenschaftlichen Standarts einhalten. Aber du wirst lachen, dann ist es natürlich sofort wieder "Mainstream", weil nicht radikal genug, weil es eben wissenschaftlich ist. (Radikalität und wissenschaftlichkeit passen selten gut zusammen, dafür ist die Welt schlicht zu komplex und einfache Antworten sind meißt unzureichend)

Ganz im ernst, wenn ich nur das Wort Mainstreamwissenschaft höre, rolle ich schon mit den Augen. Es ist das selbe Spiel, welches Kreationisten mit der Biologie spielen oder Esoteriker mit der Physik/Medizin. Es wird so getan, als hätte es in der Wissenschaft keinen Fortschritt gegeben. Als würden hier ganz neutral verschiedene Modelle miteinander verglichen. Das ist aber eben gerade nicht der Fall. Du hast auf der einen seite Theorien die sich in dutzenden oder gar hunderten Experimenten bestätigt haben und auf der anderen Seite welche, die sich nicht einem einzigen Experiment stellen würden

Und ihre weiteren Artikel (Islam/Feminismus, Linker Feminismus, antijudaismus in der feministischen Theologie oder über "Männerbeiträge") zeichnen genau das vermutetete Bild.
Es geht um eine Selbstimmunisierung gegenüber Kritik. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Vorgehen in drei Schritten:
1. Allgemeine formulierungen welche eine Überprüfung oder konkrete Auseinandersetzung erschweren. (Beispiel Islam:
Offenheit gegenüber dem Islam und multikulturelle Offenheit bedeutet jedenfalls gerade nicht, sich mit den frauenfeindlichen Aspekten, die es natürlich auch im Islam gibt, abzufinden oder sie in irgendeiner Weise zu tolerieren. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Offenheit ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass die eigenen feministischen Argumente eine Chance haben, gehört zu werden und Veränderungen anzuregen.
Jedem ist sofort klar, dass wenn dem so wäre, dann gäbe es ja gar kein Problem, denn es gäbe keinen Widerspruch. Wirklich lustig an der Sache ist natürlich, dass du einen solchen Kommentar/Forderung natürlich nie über das westliche "Patriarchat" hören würdest. Aber da es im Grund das Problem ignoriert, muss auch keine position bezogen werden, welche möglicherweise als "rassistische" gelten könnte...
2. Wennn Feministin dann doch konkreter werden musste oder wollte, (Weil es in der ersten annahme natürlich gegen das westliche Patriarchat ging, es nicht wirklich geseh wurde) dann folgt "aber Männer sind doch schlimmer".
Beispiel: Antijudaismus über die festschreibung von Jesus als neuem Mann. "Aber männliche Theologen sind doch schlimmer". (Was immer zu der Frage führt: Alle? Nein natürlich nicht. Die meißten? Wohl kaum. Einige? Ja. Aber natürlich lässt sich das Spielchen eigentlich mit allem spielen.)
3. Es sollte doch bitte a priori und auch nach Gegenbeweisen davon ausgegangen werden, dass ich recht habe. Alles andere ist sexistisch. Höchstens devotes Nachfrage ist erlaubt, aber auch nur wenn ich die Frage leicht beantworten kann.

Und um zu Anfangspunkt zu kommen, darin besteht der Konflikt dieser Art des Feminismus mit Menchen wie Dawkins. Naturwissenschaftler neigen dazu auch sehr Unwahrscheinliche Dinge als möglich einzuräumen, eben weil man gewohnt ist, dass dies das Gegenüber auch tut. Das sorgt dafür, dass Naturwissenschaftler eher als devot in Diskussionen rüberkommen. Sprich, ich muss viel Unsinn erzählen, bis es Unsinn genannt wird. Dawkins hat diese Position verlassen
von Talron
23.09.2015 12:06
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Re: 'Gender'-Diskussion

@TrollsTime
Dieses "Mathe vs Soziales"-Ding ist übrigens auch ein "Gender"-Thema, wenn ich mich nicht täusche.
Ich beispielsweise hatte mich sowohl für Mathematik als auch für Pädagogik interessiert. Dadurch kann ich bestätigen, dass Frauen/Mädchen in der Mathematik eher unterrepräsentiert und in der Pädagogik etc eher überrepräsentiert waren. Und das nur in der Oberstufe...
Ne, ist es eben nicht. Ohne Mathe habe ich bei ca. der hälfte der Studiengänge einen ordentlichen Nachteil und hilfreich ist es so in ca. 80%.
Das ist eine reine Entscheidung nach dem Motto: Don't do stupid stuff.
Solang ein Transgender/Transsexueller/mir fehlen die Begriffe* oder "sich scheinbar weiblich gebender Mann" (et vice versa) oder ein gleichgeschlechtliches Päärchen auf der Straße noch scheel angeguckt werden (oder schlimmeres) bin ich ggü "Eingriffen von oben" sehr offen...
Da bist du dann aber leider auch wieder sehr schnell bei der Frage: Von Wem?
Und dann wird es sehr schnell, sehr still.
von Talron
23.09.2015 10:11
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Re: 'Gender'-Diskussion

@Twix
Das kann man jetzt wie ein CSU Wähler als vollkommen legitim empfinden, wie anscheinend viele hier, oder eben als nicht und was dran ändern wollen. Eine Maßnahme ist dann eben die Quote.
Und genau das ist das Problem. Nein, die Quote ist eben keine Maßnahme, die eine solche Entwicklung einleitet. Es ist eine pseudomaßnahme, die in erster Linie dazu dient Stellen für Personen zu schaffen, welche nicht qualifiziert sind.

Was wären den Maßnahmen?
Eine sehr einfache Maßnahme wäre es z.B. Mathematik bis zum Abitur 4-Stündig verpflichtend zu machen, damit Mädchen bis zum Abschluss eine mehr oder minder freie Entscheidung haben, was sie denn Studieren wollen bzw. als was sie arbeiten wollen. Und sich nicht mit 15-16 oder noch früher, je nach Schulsystem, von einem großteil der Perspektiven ausschließen können. (Das kombiniert mit der Tatsache, dass Mädchen in sozialwissenschaftlichen Fächern in der Schule sehr oft für die selbe Leistung eben besser als Jungs benotet werden drückt sie schon fast in eine bestimmte Richtung)

Dann gäbe es den Ausbau von Kitas, das wäre ein weiteres Konzept.
Dann könnte eine staatliche förderung eingerichtet werden (Steuererlass) wenn frau/mann dem Partner/der Partnerin eine Weiterbildung ermöglicht. Etc.pp.
von Talron
20.09.2015 16:44
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Re: 'Gender'-Diskussion

Cifer hat geschrieben:@Sagista
Du gehst erstens davon aus, dass die Gefahr der Lösung aller realen Probleme in absehbarer Zeit tatsächlich besteht und zweitens das Interesse an der eigenen Weiterbeschäftigung größer ist als das Interesse, die eigenen Ziele voranzubringen. Entweder sind das also alles Fanatiker für die Sache der Gleichberechtigung oder egoistische Säcke, die ihr Fach erhalten wollen - beides gleichzeitig wäre eher seltsam.
Zudem lässt sich das Argument auf jedes Fach anwenden und ist ja auch in der Klimadebatte sehr beliebt.
Naja, das Problem existiert auch in der Klimadebatte. Gletscher die nur auf dem Papier schmelzen.
Also ja, das Problem gibt es überall, dass Forschungsergebnisse besser hingestellt werden als sie sind, Probleme Vergrößert oder Erfolgsaussichten übertrieben werden. (Ich könnte jetzt wieder auf die Energiewende einschlagen, lasse es aber.)

Das ist in den Naturwissenschaften Grundsätzlich kein so großes Problem. Klar, übertreibt mal jemand oder schreibt unsinn. Aber wegen einem Mediziner/Biologen der seine erfolge bei der Gentechnik übertreibt geht die Wissenschaft nicht unter. Da kommt die Richtigstellung, der redet doch nur Unsinn, er ist Reputationsmäßig angeschlagen und die Welt dreht sich weiter, niemand würde die Biologie in frage stellen und niemand hätte vor dieser Aussicht angst.
Schon in der Klimadebatte läuft es etwas anders. Weil sie eben zu einem großen Teil nicht der Lösung des Problems dient, sondern eben der überredung von Politikern das Problem zu lösen. Da hat man schon eher Angst den Fehler/Betrug eines Kollegen anzukreiden, weil es eben den "Klimaskeptikern" Aufwind gibt.

Je politischer eine Wissenschaft wird, desto schlimmer wird dieses Phänomen.
Eine Wissenschaft wird nicht unnütz, wenn sie alle Probleme gelöst hat, sie wird unnütz wenn klar wird, dass sie keine weiteren Probleme mehr lösen kann beziehungsweise, dass das Lösen jener Probleme die sie noch lösen könnte nicht wirklich notwendig ist. Und gerade das "kann keine Probleme mehr lösen" (oder konnte es nie) ist schnell erreicht. Dazu musste die Alchemie auch nicht den Stein der Weisen finden...
Und das bringt eben Angst mit ins Spiel, auch Angst um die persönliche Zukunft. Das führt sehr schnell dazu, dass man einige Dinge nicht anspricht oder anders anspricht und dann an anderer Stelle übertreibt. Gerade eben um generell Unterstützer nicht zu verägern.
Werner von Braun war der Held der Nazis und dann der Held der freien Welt, das ist die Freiheit des Naturwissenschaftlers. Der hat (so er gut ist) eine solche Anpassung nur nötig, wenn er mit dem Tode bedroht wird. Kann er einfach gehen...)

Und da es hier die Forschungen viel enger zusammenhängen als beispielweise in den Ingeneurwissenschaften oder Naturwissenschaften. (Brückenbau nicht mehr notwenig, beeinflusst die Luftfahrt eher weniger)
Das führt zu einer Wagenburgmentalität. Wie sehr das jetzt genau bei wem ausgeprägt ist, keine Ahnung. Aber vom Prinzip her recht offensichtlich, wie ich finde.
Die Unternehmen mit Frauen im Vorstand scheinen mir zumindest keinen merkbaren Nachteil dadurch zu haben.
Nicht, das das einer von uns bewerten könnte. Naja, vielleicht bei Hewlett-Packard....Aber da eher in die andere Richtung...(Ich meine den Spruch kannst du nicht mehr bringen, bis der amerikanische Wahlkampf zu ende ist. FeeltheBern)
von Talron
18.09.2015 16:25
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Re: GEZ und öffentlich rechtliche

Gender: soziales Geschlecht
Sex: biologisches Geschlecht.

English guys?